Eisvogel auf einem Ast © Westend61 / RHPL / Matthew Cattell

In Burghausen hat sich der Eisvogel zu einer kleinen Attraktion entwickelt: Ein Pärchen hat sich am Wöhrsee angesiedelt, um seine Jungvögel hier aufzuziehen. Immer wieder faszinieren die farbenprächtigen Vögel die Spaziergängerinnen und Spaziergänger mit ihrem markanten Federkleid und den orangenen Füßen.

In weiten Teilen Europas schrumpft der Bestand des kleinen Jagdvogels. Aus diesem Grund steht das hübsche Tier in Deutschland auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Die Gründe für den Bestandsrückgang sind vielfältig.

Der Eisvogel lebt fast ausschließlich an ruhig fließenden und klaren Gewässern mit hohem Kleinfischbestand. Am Wöhrsee beispielsweise finden die Vögel daher perfekte Lebensbedingungen vor.

Um den gefährdeten Tieren einen idealen Lebensraum zu bieten, haben die FÖJler des Burghauser Umweltamtes Niströhren geschaffen. Mit Hilfe der künstlichen Brutmöglichkeiten will die Stadt Burghausen den Eisvogel möglichst dauerhaft an dem Gewässer ansiedeln.

Die künstliche Bruthilfe besteht aus einem Kubus aus Holzbrettern, der mit Lehm aufgefüllt ist – Material, das die Eisvögel an den natürlichen Steilwänden vorfinden, die sie üblicherweise für ihre Brut nutzen. Abschließend haben die FÖJler künstliche Brutröhren in den Kubus eingesetzt, die etwa 90 Zentimeter lang sind und in einem backofenförmigen Nestkessel münden. Nehmen die Eisvögel die Brutstätte an, legen die Weibchen hier zukünftig ihre Eier ab, aus denen dann nach etwa drei Wochen die Jungen schlüpfen.

Das Burghauser Umweltamts verfolgt das Ziel, das derzeitige Brutpaar zu halten und möglichst noch ein zweites vor Ort anzusiedeln. Eine größere Kolonie lässt sich allerdings nicht anlocken, da die farbenprächtigen Vögel Reviervögel sind.

Wer die Eisvögel selbst einmal zu Gesicht bekommen will, sollte früh morgens an den Wöhrsee zu gehen. Weil zu dieser Tageszeit noch alles ruhig ist, stehen dann die Chancen am besten, ihn zu sehen.

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