Brutkasten an Baum © Gerhard Nixdorf

Wer mit wachen Sinnen durch Burghausens Stadt oder Natur streift, kann nahezu überall dem Gesang der Vögel lauschen. Auch wenn das Gezwitscher von Bäumen und Sträuchern ertönt, ist das Konzert der Tiere inzwischen längst nicht mehr so bunt und vielseitig wie in der Vergangenheit. Viele Vogelarten und Fledermäuse sind vom Aussterben bedroht, da sie keine geeigneten Nistplätze mehr finden und die hohe Pestizidbelastung sie teilweise vergiftet.

Die Stadt Burghausen versucht daher, sich aktiv gegen das Aussterben der bedrohten Arten einzusetzen. An geeigneten Stellen brachte das Team des Burghauser Umweltamtes in den vergangenen Jahren Brutkästen in verschiedenen Größen an. Damit will die Stadt nicht nur kleinen Singvögel wie Spatz und Rotschwänzchen ein Zuhause bieten, sondern auch besonderen Vogelarten wie Eisvogel, Storch, Wiedehopf und Fledermäusen.

Die verschiedenen Behausungen finden sich rund um den Wöhrsee, am Brunnenfeld und in Raitenhaslach und an vielen städtischen Gebäuden. Gerade der Wöhrsee bietet mit seinen Populationen an kleinen Fischen Vögeln wie dem Eisvogel eine ideale Nahrungsquelle.

Einige Brutkästen bauten die FÖJler des Burghauser Umweltamtes im Rahmen eines Naturaktionstages im April 2017 mit Kindern des Wöhlerkinderhauses, die im Laufe dieses Tages viel Wissenswertes über verschiedenste Vogelarten erfuhren.

Auch die Ansiedlung des Storchs unterstützt die Stadt Burghausen. Im Februar 2018 wagten sich die Burghauser Stadtgärtner auf den etwa 30 Meter hohen ehemaligen Sudhaus-Schornstein in Raitenhaslach, um dort ein Nest für den eleganten, schwarz-weißen Vogel zu bauen. Seither gilt es abzuwarten, ob sich ein vorbeiziehender Storch in dem Burghauser Storchennest niederlässt.

Eine Besonderheit zwischen den verschiedenen Kästen stellen die Brutkästen für den Wiedehopf dar:
Da diese Vögel hin und wieder an Burghausen vorbeifliegen, hat die Stadt Burghausen die Kästen als kleines Experiment aufgehängt, in der Hoffnung diese erstaunlichen Vögel auch in Burghausen anzusiedeln. Im Jahr 2021 nistete sich tatsächlich ein Wiedehopfpärchen in Burghausen ein – zwar nicht in einem der vorgesehenen Brutkästen, dennoch zogen die Eltern ihre Jungen erfolgreich groß.

Ein Vogelexperte und die FÖJler kontrollieren die Burghauser Brutkästen jedes Jahr im Herbst und Winter. Sie dokumentieren, ob sie bebrütet wurden oder anderen Tierarten einen Unterschlupf boten. Die Kontrollen geben Anhaltspunkte, wie viele Vogelpärchen in Burghausen gebrütet haben beziehungsweise ob auch seltene Vogelarten im Burghauser Stadtgebiet Nachwuchs aufgezogen haben. Auch die Reinigung der Brutkästen steht zu dieser Jahreszeit an.

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