Gelbbauchunke © mauritius images

Die Gelbbauchunke hat sich ein besonders schönes Plätzchen als Lebensraum außerhalb der Stadt Burghausen ausgesucht: Die stark bedrohte Unke mit ihrem markanten gelb-schwarz gesprenkelten Bauch hat im Priesenthal Mehring ein neues Zuhause gefunden.

Vor drei Jahrzehnten ließ sich die Gelbbauchunke in ganz Deutschland finden. Inzwischen aber lebt sie nur noch an vereinzelten Stellen in Mittel- und Süddeutschland beziehungsweise in Österreich, Tschechien und Frankreich. Der Ausbau vieler Waldwege und die Trockenlegung von Tümpeln vertreibt die Gelbbauchunke aus ihren ursprünglichen Lebensräumen. In Deutschland steht sie auf der roten Liste der gefährdeten Arten.

Da sich der spitzwarzige Froschlurch aber besonders gern in kleinen Tümpeln und temporären Kleingewässern wie Pfützen und Traktorspuren aufhält, hat die Stadt Burghausen für die Unken eine Reihe von Tümpeln am Waldrand im Priesenthal anlegen lassen. Auch Reptilien, Insekten und Kleinstlebewesen profitieren von den neu angelegten Tümpeln und haben hier ihr neues Zuhause.

Das Vergraben von alten Badewannen oder kleineren Wannen – ein Upcycling-Projekt – kommt der Gelbbauchunke besonders zugute: Sie fühlt sich in derlei Behältnissen sehr wohl, wie es im Priesenthal am Theaterhof gut zu beobachten lässt. Wer die Gelbbauchunken allerdings zu Gesicht bekommen will, muss sehr aufmerksam sein, denn mit ihrer braunfarbenen Oberseite kann sich das Tier gut in schlammigen Gewässern tarnen. Ist sie entdeckt, sollte man unbedingt versuchen, einen Blick auf ihre herzförmigen Pupillen zu erhaschen – sie sind für Unken charakteristisch.

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