Deckenfresco des Steinernen Saals in Raitenhaslach © Astrid Eckert / TU München

Ein Ort der Einkehr, ein Ort der Vielfalt, ein Ort des Erlebens und Denkens – das ehemalige Zisterzienser-Kloster Raitenhaslach vor den Toren Burghausens bereichert als Kulturensemble das kulturelle Leben in der Region zwischen München, Salzburg und Passau nachhaltig.

Das kulturell und historisch bedeutende Ensemble ging im Jahr 2003 in die Hände der Stadt Burghausen über. Der Kauf dieses kulturell bedeutsamen und von der Bausubstanz her einmaligen Gebäudekomplexes birgt große Verantwortung, der sich Burghausen kreativ und dem Ort angemessen stellt.

Der wunderbare Große Festsaal, früher „Steinerner Saal“ genannt, steht seit der umsichtigen Renovierung seiner einmaligen historischen Substanz und der entsprechenden Infrastruktur für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung. Das Burghauser Kulturbüro entwickelte für diesen prächtigen Ort eine eigene Veranstaltungsreihe – „Kultur im Kloster“, die sie auch koordiniert und organisiert.

Beeindruckend ist die Bandbreite der Festivals, Konzerte, Kleinkunstdarbietungen oder Open Air-Veranstaltungen, die im Rahmen der Reihe „Kultur im Kloster“ stattfinden: Für kleine exklusive Gesprächsformate wird der intime „Rote Salon“ genutzt. Lesungen im Rahmen des Literaturfestivals „Literatur Live“, Chor- und Orchesterkonzerte regionaler und überregionaler hochkarätiger Ensembles, unterhaltsame Kleinkunst-Veranstaltungen und speziell Konzerte mit Alter Musik finden in den historischen Bauwerken, dem geschützten Innenhof oder dem romantischen „Prälatengarten“ statt und ergeben eine lebendige, alle kulturellen Strömungen erfassende Veranstaltungsreihe, die ihresgleichen sucht.

Das Klosterensemble ist der perfekte Rahmen für exklusive Gesprächsrunden, mehrtägige Festivals wie dem alle zwei Jahre stattfindenden „Look into the future“ Pfingstfestival, zeitgemäße Yoga-Retreats oder dem Open Air „Kultur- und Kinosommer Raitenhaslach“.

Seit dem Einzug der Technischen Universität München, die im Jahr 2016 in den Räumen des ehemaligen Prälatenstocks ein Akademie- und Schulungszentrum eingerichtet hat, hat sich das Ensemble zudem zu einer Plattform für Gesellschafts- und Zukunftsthemen entwickelt. Sie sichert die Zukunft der ehrwürdigen Anlage mit seinen historischen Bauten.

„Begegnung und Einkehr“ – unter diesem Leitspruch lässt sich das von 1146 bis 1803 bestehende Kloster als Kulturstätte von höchster Qualität angemessen würdigen.

„Das Akademiezentrum in Raitenhaslach ist das Bekenntnis der TU München zu ihrer bayerischen Heimat“

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann, Präsident Emeritus TU München