Waren im Eine-Welt-Laden © Burghauser Touristik GmbH

Burghausen ist seit 2012 Fairtrade Stadt, unterstützt also den Fairen Handel mit fairen Preisen und fairen Arbeitsbedingungen. Fairtrade soll priorisiertes Ziel städtischen Handelns und Kennzeichen der gesamten Stadtgemeinschaft sein.

Seit dem Jahr 2014 betreibt der Verein „Fairhandeln e.V.“ den Eine-Welt-Laden „fair und fein“ in den Grüben in der Burghauser Altstadt. Darüber hinaus organisiert und unterstützt der Verein viele Projekte und Aktivitäten, die Fairen Handel fördern.

Viele lokale Unternehmen in Burghausen unterstützen den Fairen Handel. So bieten beispielsweise alle Floristikgeschäfte in Burghausen fair gehandelte Blumen zum Verkauf an. Auch verschiedene Bekleidungsgeschäfte verkaufen zertifizierte fair gehandelte Bekleidung. Ebenso engagieren sich die Burghauser Kirchengemeinden für Fair-Trade.

Einige Kitas und Schulen sind Teil der Fair-Trade-Kampagne in Burghausen. Beide Burghauser Gymnasien, das Aventinus-Gymnasium und das Kurfürst-Maximilian-Gymnasium, tragen die Auszeichnung “Faire Schule”. Seit Herbst 2021 ist die Sportkita des SV Wacker Burghausen eine Faire Kita. Weitere Kitas und Schulen wollen sich für die Auszeichnung als Faire Einrichtung bewerben.

“Fair Handeln ist gerecht und bietet benachteiligten Ländern langfristige Entwicklungsperspektiven. Fair Handeln verbessert die Lebensgrundlagen in den Herkunftsländern von Flüchtlingen. Fair Handeln fördert letztlich den Weltfrieden. Die Fair Trade Stadt Burghausen leistet hierzu einen kleinen, aber wichtigen Beitrag.”

Sabine Bachmeier, Sozialreferentin und Leiterin Steuerungsgruppe Fair Trade

Allgemeine Informationen

Um als Stadt oder Gemeinde den Titel “Fairtrade-Town” tragen zu dürfen, sind einige Kriterien zu erfüllen. Die Auszeichnung läuft nach zwei Jahren automatisch ab, wenn sich die Stadt nicht erneut bewirbt. Deswegen darf das Engagement der Stadt Burghausen nicht nachlassen. Die Steuerungsgruppe Fair-Trade, unter der Leitung von Stadträtin und Sozialreferentin Sabine Bachmeier, ist maßgeblich mit Unterstützung des Vereins “Fairhandeln e.V.” an der Definition und Umsetzung neuer Ziele und Projekte beteiligt.

Städtisches Engagement

Die Stadt Burghausen engagiert sich stark, um das Angebot fairer Produkte in Burghausen zu fördern. Das leistet sie unter anderem durch folgenden Maßnahmen:

  • Mietübernahme für den Eine-Welt-Laden in den Grüben
  • Getränke aus fairen Handeln bei allen Sitzungen
  • Regelmäßiger Bezug von fair gehandelten Blumen und Geschenkkörben
  • Ausstattung der Geschenke für Schulanfänger mit Produkten aus fairem Handel
  • Bezug von fairen Kaffeebechern
  • Unterstützung der “Fair-Handels-Bemühungen” der Burghausen Eine-Welt-Projekte
  • Werbetafel “Faire Stadt Burghausen” an Ortseinfahrten
  • Finanzielle Unterstützung für die “Fairen Wochen”
  • Zuschüsse an den Verein Fairhandeln e. V.
  • Fairer Online-Einkaufs- und Genussführer
Ziele, Ideen und Verbesserungsvorschläge

Im Jahr 2021 formulierte die Stadt Burghausen folgende Ziele:

  • Ausbau des digitalen Fairen Einkaufs- und Genussführers
  • Weitere Bewerbungen um Auszeichnungen “Faire Kita” und “Faire (Hoch-)Schule”
  • Verstärkte Kooperation mit lokalen Händlern
  • Bildungsauftrag wahrnehmen durch Kooperation mit Schulen und Jugendarbeit
  • Vernetzung mit anderen Fair-Trade-Städten
  • Verknüpfung mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen

Neue Ideen, für die die Stadt Burghausen derzeit noch keine konkreten Pläne hat, sind beispielsweise

  • Workshops über Fair Trade im Ferienprogramm
  • Die KinderKulturKaravane ins Freizeitheim Burghausen einladen
  • Ein Spiele-Material-Leasing über den deutschen Fair-Trade Dachverband, evtl. in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek
  • Eine Stadtschokolade “Burghauser FairSuchung”
  • Individualisierte Fair-Trade Sportbälle

Die Steuerungsgruppe Fair-Trade sieht bei vielen Punkten noch Verbesserungspotential. So will sie bei allen öffentlichen Veranstaltungen in Burghausen faire Getränke und Snacks beziehungsweise allgemein das Angebot an fairen Produkten in Cafés, Gaststätten und Bekleidungsgeschäften vergrößern. Zudem will sie die Beschaffung kommunaler Dienst- und Schutzkleidung und neuer Einrichtungsgegenstände stärker auf ein faires Angebot überprüfen.

Kontakt

Christine Auberger
T. +49 8677 887-580
fairtrade@burghausen.de