Neuntöter auf Ast einer Rose © Westend61 / Erich Kuchling

Für den 16 bis 18 Zentimeter kleinen, quirligen Vogel ist die Ausgleichfläche im Burghauser Stadtteil Raitenhaslach hinter der Anlage des ehemaligen Zisterzienserklosters ein wahres Eldorado: Die mageren Wiesen und Weiden. Feuchtwiesen, Bachläufen, Stillgewässern und Gehölzen bieten dem zierlichen Neuntöter, eine Vogelart aus der Familie der Würger, zwischen Frühjahr und Herbst ein ideales Jagd- und Brutgebiet.

Seinen bemerkenswerten Namen hat der flinke Vogel wegen seiner Vorgehensweise, Beutetiere auf Dornen aufzuspießen. Neuntöter brüten gerne in halboffenen Landschaften, die aus einem Mix aus Hecken und Sträuchern bestehen. Ihre Nester bauen die Vögel bevorzugt in Dornsträuchern.

Zu ihrer Nahrung zählen überwiegend Großinsekten, wie sie Rinder und Büffel oft anlocken, aber auch kleine Säugetiere und Vögel. Durch die intensive Landwirtschaft in Mitteleuropa schrumpfte der Bestand des Neuntöters in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vehement.  Heimisch sind die Neuntöter in großen Teilen Europas und dem westlichen Asien. Den Winter verbringen die kleinen Vögel im südlichen Teil Afrikas.

In Burghausen ist der Neuntöter inzwischen wieder ein regelmäßiger Gast. Wer ausreichend Geduld mitbringt und die Rinderweide beziehungsweise die blütenreichen Wiesen daneben aufmerksam beobachtet, kann die Neuntöter-Männchen an ihren kastanienbraunen oder rostrotbraunen Rücken und ihren hellen blaugrauen Köpfchen erkennen. Die Weibchen fallen eher durch teils kräftige dunkle Schuppung an der Brust auf.

Die Langstreckerzieher treffen meist Mitte Mai in ihren Brutgebieten ein, die sie dann wieder im Herbst wieder verlassen. Neuntöter legen sich Vorräte an für Tage, die für die Jagd nicht ertragreich sind – Regentage oder feuchtkalte Morgenstunden. Dafür spießt er seine Beute – größere Insekten oder kleinere Wirbeltiere auf Stacheln oder Dornen auf.

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