Über Anfang und Ende – die Hebamme und Bestatterin Ellen Matzdorf liest aus ihrem Buch „Vom ersten bis zum letzten Atemzug“
Ellen Matzdorf ist nicht die einzige Hebamme, die Bestatterin wurde, aber wohl die Einzige in Deutschland, die beide Berufe zugleich ausübt und Menschen an beiden Schwellen des Lebens begleitet. Für sie ist das naheliegend, denn sie erlebt immer wieder, wie viele Ähnlichkeiten das existentielle und natürliche Geschehen der Geburt mit dem des Todes hat. Beide Lebensereignisse sind unausweichlich und können uns mit einer urgewaltigen Lebenskraft und unserer eigenen Verletzlichkeit zugleich in Verbindung bringen.
Beides sind zutiefst intime Momente und zugleich universelle Erfahrungen, die zu unserem Menschsein dazugehören. In beiden Berufen erlebt sie, dass der gesellschaftliche Umgang und die geltenden Normen und Konventionen leider nicht immer auf das individuelle Wohlergehen der Gebärenden und Neugeborenen und ihren Zugehörigen bzw. den Verstorbenen und um sie trauernden Menschen ausgerichtet sind.
In Kooperation mit dem Hospizverein Altötting und der KEB Altötting
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