Zum Abschied kamen zusammen: (untere Reihe von links) Das aktuelle Team des Kindernests: Ramona Spöcklberger, Leiterin Nicole Grossmann, Silvia Sebald, Tamara Schutijewa, Natalia Wert  Hintere Reihe von links: Erster Bürgermeister Florian Schneider, Josef Schropp, geschäftsführender Vorstand Kreiscaritasverband Altötting e V , Petra Genz, hauptberuflicher Vorstand Caritas, Elisabeth Graf Albrecht, pädagogische Fachkraft und Fachreferentin, Mariella Röben, Leitung der Geschäftsstelle  Kinderschutzbund Kreisverband Burghausen Altötting, Christine Auberger, Leiterin Haus der Familie, Gründerinnen Doris Graf (ehem  Familienreferentin) und Christine Könning  Fotocredit: Stadt Burghausen/tg

Zum Abschied kamen zusammen: (untere Reihe von links) Das aktuelle Team des Kindernests: Ramona Spöcklberger, Leiterin Nicole Grossmann, Silvia Sebald, Tamara Schutijewa, Natalia Wert. Hintere Reihe von links: Erster Bürgermeister Florian Schneider, Josef Schropp, geschäftsführender Vorstand Kreiscaritasverband Altötting e.V., Petra Genz, hauptberuflicher Vorstand Caritas, Elisabeth Graf Albrecht, pädagogische Fachkraft und Fachreferentin, Mariella Röben, Leitung der Geschäftsstelle  Kinderschutzbund Kreisverband Burghausen-Altötting, Christine Auberger, Leiterin Haus der Familie, Gründerinnen Doris Graf (ehem. Familienreferentin) und Christine Könning. Fotocredit: Stadt Burghausen/tg


Ende einer Institution – Kindernest schließt Ende Juli – neues Angebot mit Eltern-Kind-Gruppen

Burghausen, 22.05.2026. Die Stadt Burghausen strukturiert die Kinderbetreuung im Kindernest neu. Die Einrichtung, die seit fast 30 Jahren ein ergänzendes Betreuungsangebot für Kleinkinder bietet, schließt zum 30. Juli. Die Räumlichkeiten werden künftig verstärkt für Eltern-Kind-Angebote und weitere familienunterstützende Maßnahmen genutzt.

Das Angebot des Kindernestes war ein Novum und einmalig im Landkreis Altötting. Bereits 1996 startete im Pfarrheim St. Konrad ein erster Testlauf mit Kinderbetreuung für Kinder ab 1,5 Jahren. Im November 1997 wurde schließlich das Kindernest im Obergeschoss des Bürgerhauses eröffnet. „Wir wollten den Müttern ermöglichen, Erledigungen oder Termine untertags auch ohne ihre Kleinkinder wahrnehmen zu können“, sagt die langjährige Familienreferentin Doris Graf, die zusammen mit ihrer Mitstreiterin Christine Könning das Kindernest ins Leben gerufen hat.

Bis heute richtete sich das Angebot insbesondere an Familien, die keine umfangreiche Krippenbetreuung benötigen. Ein wesentlicher Unterschied zur staatlich geförderten Krippenbetreuung bestand darin, dass keine Mindestbuchungszeit von 20 Wochenstunden erforderlich war. Zudem profitierten die Kinder vom sozialen Lernen in einer festen Kleingruppe mit konstantem Betreuungspersonal und festen Buchungszeiten. Aktuell besuchen insgesamt 20 Kinder in zwei Gruppen (pro Gruppe zehn Kinder) das Kindernest an zwei oder drei Tagen pro Woche.  „Dank des staatlich geförderten Krippenausbaus und der allgemein gesunkenen Nachfrage nach Betreuung aufgrund der demographischen Entwicklung ist der Bedarf für das kommende Jahr allerdings einfach nicht mehr so vorhanden wie früher“, erklärt Christine Auberger, die als Leiterin des Hauses der Familie die Vergabe der Kinderbetreuungsplätze in den Burghauser Kitas koordiniert: „Es gab für das kommende Jahr schlichtweg zu wenig Anmeldungen.“ So sei nun die Entscheidung gefallen, das Kindernest in seiner jetzigen Form als Betreuungsangebot nicht mehr fortzusetzen.

Einvernehmlicher Entschluss von Träger und Stadt
Träger des Kindernests war über viele Jahre die Caritas. Josef Schropp, geschäftsführender Vorstand Kreiscaritasverband Altötting e.V und Petra Genz, hauptberuflicher Vorstand, bedankten sich für die gute Zusammenarbeit zwischen Träger und Stadt und betonten, dass die Schließung aufgrund der gesunkenen Nachfrage einvernehmlich beschlossen wurde. Besonders hervor hob Josef Schropp die Leistung des Erziehungspersonals: „Die Erzieherinnen waren immer mit Herzblut dabei und haben großartige Arbeit geleistet.“ Petra Genz war es außerdem ein Anliegen, an Michaela Wimmer zu erinnern: Die Mitarbeiterin der ersten Stunde verstarb im vergangenen Jahr nach schwerer Krankheit. „Sie hat immer für Zusammenhalt gesorgt und die Einrichtung geprägt“, so Genz.

Neues Zuhause für Eltern-Kind-Gruppen
Künftig sollen die Räumlichkeiten des Kindernests verstärkt für Eltern-Kind-Gruppen genutzt werden. Diese finden derzeit im Haus der Familie statt und können nun in die kindgerecht ausgestatteten Räume des Kindernests am Vormittag umziehen. Träger ist der Kinderschutzbund, dessen Geschäftsstelle sich im ersten Obergeschoss des Hauses der Familie befindet. Der Kinderschutzbund betreibt weiterhin zwei organisierte Gruppen im Landkreis Altötting, unter anderem in Töging. Darüber hinaus ist geplant, im Kindernest wieder ein Eltern-Kind-Café sowie Räumlichkeiten für betreuten Umgang anzubieten. Entsprechende Angebote finden bereits heute durch verschiedene Träger statt.

Eltern bekommen Alternativangebot – weiterhin weitere freie Plätze in Burghauser Kitas vorhanden
Kinder, die bereits eine Platzzusage für das kommende Betreuungs- beziehungsweise Kitajahr erhalten haben, werden aktuell informiert. Die Stadt Burghausen wird den betroffenen Familien alternative Betreuungsangebote in Burghauser Krippen vermitteln. Zusätzlich weist die Stadt darauf hin, dass die Kita Pestalozzi ein Platz-Sharing-Angebot bereithält und auch in weiteren Einrichtungen noch freie Plätze vorhanden sind. Informationen hierzu erhalten Familien im Haus der Familie.

„Mein Dank geht an alle, die über all die Jahre das Kindernest mit aufgebaut und begleitet haben. Eine exzellente Kinderbetreuung war und ist eine Herzensangelegenheit und eine Kernaufgabe der Stadt Burghausen. Mit der Neuausrichtung möchten wir die vorhandenen Räume künftig noch flexibler und bedarfsgerechter für Familien in Burghausen nutzen“, erklärt Erster Bürgermeister Florian Schneider.

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