Der Burghauser Stadtrat Legislaturperiode 2020   2026  Foto Edenhoffer

Der Burghauser Stadtrat Legislaturperiode 2020 - 2026. Foto Edenhoffer


Stadtrat verabschiedet sich nach sechs Jahren – Rückblick auf eine bewegte Legislaturperiode

 

Burghausen, 05.05.2026. In der letzten Stadtratssitzung der Legislaturperiode 2020 bis 2026 am 29.04.2026 wurden mehrere langjährige Stadträtinnen und Stadträte feierlich verabschiedet. Sie scheiden nach zum Teil vielen Jahren engagierter kommunalpolitischer Tätigkeit aus dem Gremium aus.

 

Ausscheidende Stadträte nach der Kommunalwahl 2026 in Burghausen. Foto Edenhoffer
Ausscheidende Stadträte nach der Kommunalwahl 2026 in Burghausen. Foto Edenhoffer

 

Der wiedergewählte Erste Bürgermeister Florian Schneider nutzte die Gelegenheit für einen Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre und würdigte die gemeinsame Arbeit des Stadtrats sowie der Stadtverwaltung.

„Wir haben viel bewegt“, betonte der Erste Bürgermeister Florian Schneider und verwies auf eine Vielzahl bedeutender Projekte und Entwicklungen.

 

Ein zentraler Meilenstein ist die Entwicklung des Salzachzentrums, mit dem eine langjährige Brache im Herzen der Stadt einer neuen Nutzung zugeführt wird. Dort entstehen künftig unter anderem Handel, Gewerbe, Wohnen sowie das Technikum als Teil des Hochschulstandorts. Für das Technikum konnten 26 Millionen Euro Fördermittel für den Bau sowie jährlich drei Millionen Euro für den Betrieb gesichert werden. Ergänzt wird dies durch über 40 Millionen Euro an Fördermitteln für zukunftsweisende Forschungsprojekte im Rahmen des Reallabors.

 

Im Bildungsbereich wurde die Kammererschule erweitert und saniert. Auch die Sanierung der Stethaimer Schule in der Altstadt schreitet voran, sodass künftig alle Grundschulen im Stadtgebiet auf einem modernen Stand sind. Zudem wurden 80 neue Betreuungsplätze für Kinder in Krippe und Kindergarten geschaffen.

 

Mit dem Haus der Familie wurde ein zentraler Ort für Beratung und soziale Angebote etabliert. Auch das Stadtmuseum wurde weiterentwickelt und um zusätzliche Ausstellungsflächen zum Naturraum Salzach und Wöhrsee erweitert.

 

Für junge Menschen wurde mit dem Bike- und Skatepark ein neues Freizeitangebot geschaffen. Gleichzeitig stärkt die Stadt das gesellschaftliche Leben durch die kontinuierliche Förderung der Vereine mit jährlich rund 1,5 Millionen Euro.

 

Im Bereich Wohnen wurden neue bezahlbare Mietwohnungen gebaut und weitere Projekte angestoßen. Darüber hinaus investierte die Stadt gezielt in Gewerbeflächen, um langfristig Entwicklungsmöglichkeiten zu sichern.

 

Ein bedeutender Schritt im Bereich Energie und Nachhaltigkeit ist das Projekt „Burghauser Strom“, das gemeinsam mit der Energieversorgung Burghausen umgesetzt wurde. Ergänzend wurde der Energiegipfel ins Leben gerufen, der seit 2024 regelmäßig über Energieprojekte informiert und den Austausch mit der Bevölkerung fördert.

Zudem wurde der Aufbau der Fernwärmeversorgung auf den Weg gebracht, um die Energieversorgung langfristig nachhaltiger und unabhängiger zu gestalten.

 

Auch die Mobilität wurde gestärkt: Der Citybus wurde deutlich verbessert, die Taktung erhöht und die Preise gesenkt. Zusätzlich wurde ein Carsharing-Angebot eingeführt.

 

Die soziale Infrastruktur wurde unter anderem durch die Einrichtung von 39 Kurzzeitpflegeplätzen im Krankenhausgebäude ausgebaut.

 

Weitere Maßnahmen umfassen den Erwerb von Gewerbegrundstücken als strategische Rücklage sowie umfangreiche Investitionen in die Sanierung wichtiger Verkehrswege.

 

Ein besonderes Highlight war das Jubiläumsjahr 2025: 1000 Jahre Burghausen wurden mit großer Strahlkraft weit über die Region hinaus gefeiert. Zahlreiche Veranstaltungen sowie das Freilichtspiel „Helmbrecht 2025“, getragen von rund 650 Ehrenamtlichen, unterstrichen die lebendige Stadtgemeinschaft.

 

Trotz der positiven Entwicklung bleiben zentrale Herausforderungen bestehen. Dazu zählen insbesondere die Sicherung der Energieversorgung, die Bewältigung der PFOA-Problematik, große Infrastrukturprojekte sowie wichtige Vorhaben im Bildungsbereich, darunter die Weiterentwicklung der Maria-Ward-Realschule.

 

„Unser Ziel bleibt: Gemeinsam als Stadtfamilie können wir die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich meistern“, so der Erste Bürgermeister Florian Schneider.

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