Genuss für die Sinne: (v.li.) Die Weinbauern Thomas und Curt Pfeifenthaler, Erster Bürgermeister Florian Schneider mit Ehefrau Sabina und Sarah Freudlsperger, Leiterin Umweltamt, genießen die ersten Tropfen des Gwax 2023

Genuss für die Sinne: (v.li.) Die Weinbauern Thomas und Curt Pfeifenthaler, Erster Bürgermeister Florian Schneider mit Ehefrau Sabina und Sarah Freudlsperger, Leiterin Umweltamt, genießen die ersten Tropfen des Gwax 2023


Gwax 2023

 

Der jüngste Jahrgang des Burghauser Weins ist fertig zum Genießen. Die Ernte des Gwax musste drei Wochen früher als üblich stattfinden.

 

Burghausen. Wegen der schwülen Witterungsbedingungen war Anfang September 2023 am Burghauser Weinberg unterhalb der Burg Eile geboten – innerhalb weniger Stunden ernteten die ehrenamtlichen Burghauser Weinbauern die Trauben für den Gwax-Jahrgang 2023 komplett ab. „Wir mussten uns beeilen, damit die Trauben nicht faulen“, schildert Curt Pfeifenthaler, Chef der Burghauser Weinbauern. Gemeinsam mit Burghausens Erstem Bürgermeister Florian Schneider und seiner Ehefrau Sabina, Sarah Freudlsperger, Leiterin des Umweltamtes, und Thomas Pfeifenthaler verkostete Curt Pfeifenthaler vergangene Woche nicht nur der Gwax, sondern auch den Secco des Jahrgangs 2023.

 

„Wir haben drei Wochen früher als üblich geerntet, 20 Prozent der Trauben mussten wir aussortieren“, fasst Curt Pfeifenthaler die Ernte des vergangenen Jahres zusammen. Insgesamt habe die Menge für 380 Liter Saft gereicht. „Der Gwax 2023 hat 12 % Alkohol und circa sechs Prozent Säure“. Mit 72 Grad Oechsle liegt der Gwax 2023 knapp an der Grenze zur Kategorie Kabinett. Grad Oechsle ist eine Maßeinheit für das Mostgewicht des unvergorenen Traubensafts. „Der Gwax 2023 ist ein guter Wein und halb trocken bis trocken“, beschreibt ihn Curt Pfeifenthaler. Wie viele Flaschen des Grauburgunders sich aus der Ernte 2023 ergeben haben, bleibt geheim.

 

Mit dem Burghauser Secco ist der Chef-Weinbauer ebenfalls zufrieden: „Er ist spritziger als der Jahrgang 2022“. Das liege daran, dass der Winzer den Secco mit mehr Kohlensäure versetzt habe als das Jahr zuvor. Die Einschätzung Curt Pfeifenthalers bestätigten die Verkoster sowohl für den Gwax als auch den Secco.

 

Das Weinjahr 2023 war für die Burghauser Weinbauern insgesamt schwierig: „Das nasskalte Wetter im April vergangenen Jahres hat uns schon Kummer bereitet“, erklärt Curt Pfeifenthaler. Die Wetterlage Ende August, Anfang September 2023 habe dann die frühe Ernte notwendig gemacht.

 

Die Weinbauern bei der Arbeit - dieses Jahr fand die Weinlese schon wesentlich früher statt als geplant © Stadt Burghausen/ebh
Die Weinbauern bei der Arbeit – dieses Jahr fand die Weinlese schon wesentlich früher statt als geplant © Stadt Burghausen/ebh

 

Zwischen 700 und 800 Arbeitsstunden jährlich stecken die Burghauser Weinbauern in den Weinberg. Da die Arbeit am Weinberg körperlich anspruchsvoll ist, unterstützen die Stadtgärtner und die Mitarbeiter des Bauhof das Weinbauern-Team bei Bedarf.

 

Die Stadt Burghausen hat den Weinberg im Jahr 2004 anlässlich der Landesgartenschau anlegen lassen. Seit 2007 kümmert sich Curt Pfeifenthaler mit den ehrenamtlichen Weinbauern um den Weinberg. Unabhängig davon, wie viele Flaschen der Winzer mit Gwax und Secco füllen kann – zu kaufen gibt es sie nicht. Lediglich die ehrenamtlichen Weinbauern erhalten eine Flasche. Der Rest wird ins Rathaus geliefert. Stehen besondere Anlässe an, verschenkt Erster Bürgermeister Florian Schneider den Wein dann an Jubilare oder die Gäste der Stadt.

 

Fotos:

Genuss für die Sinne: (v.li.) Die Weinbauern Thomas und Curt Pfeifenthaler, Erster Bürgermeister Florian Schneider mit Ehefrau Sabina und Sarah Freudlsperger, Leiterin Umweltamt, genießen die ersten Tropfen des Gwax 2023

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Fotocredit: Stadt Burghausen/sast