vhs-Vortrag Menschenbilder – Bruchstücke menschlicher Existenz
Melanie Goldbrunner M.A., Kunsthistorikerin
Die Reduktion des Menschen auf seine Essenz – sei es auf einen Beruf, eine politische Aufgabe, seinen Stand in der Gesellschaft – dieses Momentum kommt in skulpturalen Arbeiten besonders zum Ausdruck. Die dreidimensionale Darstellung ermöglicht dem Publikum ein noch intensiveres und genaueres Hinsehen und – sofern möglich – Hineinfühlen in einen Gemütszustand. Andreas Kuhnlein, Chiemgauer, Bildhauer mit genauer Beobachtungsgabe, stellt zum Stadtjubiläum einen Teil seiner Arbeiten auf der Burghauser Burg aus. Der öffentliche Raum der Burgumgebung erweitert die Wahrnehmung der Figurengruppen die sonst unter anderem für den Europarat an verschiedenen historischen Städten präsentiert wurden – etwa in Volterra und Magdeburg. Der Vortrag setzt einen zweiten Künstler neben Kuhnlein. Alberto Giacometti, Schweizer Bildhauer und Maler, bekannt für seine Verlängung der Figuren. Zwei Bildhauer und die Frage – wie kommt der Mensch in das Material.

