vhs-Exkursion zum Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
Magister Florian Schwanninger, Leitung Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
Schloss Hartheim, unweit von Linz, war vor 1940 ein Pflegeheim für Menschen mit Behinderungen, von 1940-1944 eine von sechs Tötungsanstalten der NS-Euthanasie, in der nahezu 30.000 Menschen ermordet wurden. Es handelte sich um Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen, teils Bewohnerinnen und Bewohner von Psychiatrien und Pflegeheimen, darunter auch aus den Wasserburger Anstalten Gabersee und Attel, Stift Ecksberg und dem St. Paulus Stift Neuötting. Arbeitsunfähige KZ-Häftlinge aus den Lagern Mauthausen, Gusen, Ravensbrück und Dachau sowie Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter wurden zum Teil ebenfalls in Hartheim ermordet. Im Mai 2021 wurde die neue Dauerausstellung „Wert des Lebens. Der Umgang mit den ‚Unbrauchbaren‘ in Schloss Hartheim eröffnet. Im Zentrum der Erzählung stehen der gesellschaftliche Blick auf den Menschen und die Frage, wie mit Menschen, die aus körperlichen oder psychischen Gründen als „unbrauchbar“ definiert werden/wurden, umgegangen wird/wurde. Damit eng verknüpft sind die Fragen, wie und von wem diese Definition erfolgt, welche Vorstellungen und Diskurse von Normierung und Optimierung herrschen, wie versucht wird, diese gesellschaftlich und staatlich umzusetzen und wie sich demgegenüber Zugänge, die an Menschenrechten, Demokratie und Inklusion orientiert sind, gestalten könnten.
An diesem Tag gibt es auch die Möglichkeit mit dem Leiter des Lern- und Gedenkortes Schloss Hartheim in einer Feedback-Runde ins Gespräch zu kommen.
Eine Kooperation mit dem Heimatverein Burghausen

