Friendly fire – Erich Fried
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Matinee
Spielfilm, Deutschland/Österreich 2025, 1 Std. 49 Min., R: Klaus Fried, Julia Albrecht , FSK 12
Der Österreicher Erich Fried ist der bis heute meistgelesene, deutschsprachige Lyriker, ein Mann, selber 1938 vor den Nazis aus Wien geflohen, ein Sisyphos, der unverdrossen an Verständigung arbeitete. Sein Sohn Klaus Fried, der in England lebt und seinem Vater beklemmend ähnlich sieht, beklagt, dass er ihn mit einer Generation junger Deutscher teilen musste, die ihren eigenen Eltern nicht trauen konnten. Klaus Fried macht sich auf den Weg und tastet sich im Gespräch mit Geschwistern, Freunden und Zeitgenossen an seinen Vater heran. Erich Fried bietet auch durch sein messy love-life mit drei Ehen und mindestens sechs Kindern ein weites Feld.
Klaus Fried über seinen Film FRIENDLY FIRE: „Es ist eine seltsame Sache, seine Eltern mit einer ganzen Generation junger Deutscher zu teilen, die ihren eigenen Eltern nicht trauen wollten. Manche fügten sich in unsere Familie ein, wie der Studentenführer Rudi Dutschke, der mit einem Fünfjährigen zu spielen wusste, oder der Clown-Bomber Fritz Teufel, der einen wunderbaren Strudel backte. Aber die meisten hatten nur Augen für Erich. Das war für uns Kinder ärgerlich. Unser Haus war zum Bersten voll – Idealisten, die in seinem Arbeitszimmer über Politik redeten, Terroristen, die in der Küche Aktionen planten und ein ständiges Lager von Hippies, die im Garten kifften. (…).“
„Am Ende weiß man, was wuchtige Worte sind, was wirkliche Poesie. Die Kraft Frieds kommt nicht durch Pathos oder Kitsch. Und es ist wunderbar, Erich Fried seine Texte selbst lesen zu hören – langsam, abgesetzt, Klarheit schaffend – bei gleichzeitig vielschichtigen Wortwegen.“ Adrian Prechtel / AZ
© Verleih
- Uhrzeit Einlass 10:30 Uhr
- Preis ermäßigt 6€
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Hinweis zur Ermäßigung
SchülerInnen, StudentInnen, Azubis, Ehrenamt
- Ticketverkauf Abendkasse

