Szene aus dem neuen Film „Starke Jugend“, zu sehen auf dem YouTube Kanal der Stadt Burghausen: Martin Höllmüller (stehend) und Germain Bennett (l ) spielen mit den Schülerinnen und Schülern echte Situationen aus ihrem (Schul )Alltag durch  Fotocredit: Stadt Burghausen

Szene aus dem neuen Film „Starke Jugend“, zu sehen auf dem YouTube Kanal der Stadt Burghausen: Martin Höllmüller (stehend) und Germain Bennett (l.) spielen mit den Schülerinnen und Schülern echte Situationen aus ihrem (Schul-)Alltag durch. Fotocredit: Stadt Burghausen


Initiative „Starke Jugend Burghausen“ ergänzt den Schulalltag um Persönlichkeitsentwicklung und Selbstvertrauen – neuer Film auf YouTube gibt Einblicke

Burghausen, 13.08.2026. Mathematik, Deutsch oder Englisch gehören selbstverständlich zum Schulalltag. Doch wie lernen Kinder, mit Rückschlägen umzugehen, Konflikte konstruktiv zu lösen oder an sich selbst zu glauben? Fähigkeiten wie Selbstvertrauen, Empathie und Teamfähigkeit gewinnen in einer immer komplexeren Welt zunehmend an Bedeutung – werden jedoch im klassischen Unterricht oft nur am Rande vermittelt. Genau hier setzt die Initiative „Starke Jugend Burghausen“ an. Einen umfassenden Einblick in das Projekt bietet ein neues Video auf dem YouTube-Kanal der Stadt Burghausen. Darin erläutern Jugendreferent Magnus Stummvoll, Margit Burgstaller, Schulleitung Johannes-Hess-Grundschule, die Coaches Martin Höllmüller und Germain Bennett von Honeycrisp, Iris Luftmann von der Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS), Erster Bürgermeister Florian Schneider, Elternteil Wolfgang Strohmayer sowie Schüler Elias Ruhland die Ziele, Erfahrungen und Hintergründe der Initiative.

Seit inzwischen drei Schuljahren investiert die Stadt Burghausen bewusst in die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Die treibenden Kräfte dahinter sind Magnus Stummvoll, mittlerweile Jugendreferent sowie Hannes Schwankner, Leiter der kommunalen Kinder- und Jugendarbeit zusammen mit den JaS-Kräften der Schulen und den Schulleitungen. Gemeinsam mit den Coaches Martin Höllmüller und Germain Bennett von Honeycrisp entstand ein Programm, das Kinder dabei unterstützt, ihre eigenen Stärken zu entdecken, Herausforderungen selbstbewusst anzunehmen und soziale Kompetenzen nachhaltig zu entwickeln.

Eines der umfangreichsten kommunalen Präventions- und Persönlichkeitsprojekten dieser Art
Mit mittlerweile über 260 Doppelstunden gehört „Starke Jugend Burghausen“ zu den umfangreichsten kommunalen Präventions- und Persönlichkeitsprojekten dieser Art. Das Programm ist eine freiwillige Leistung der Stadt Burghausen und ergänzt den schulischen Unterricht um Themen, die für den späteren Lebensweg von großer Bedeutung sind. „Wir möchten unseren Kindern nicht nur Wissen mitgeben, sondern auch soziale Fähigkeiten, die sie ihr ganzes Leben begleiten. Wer sich selbst kennt und weiß, wie man miteinander umgeht und auch Konflikte lösen kann, ist für die Zukunft bestens gerüstet. Genau deshalb investieren wir als Stadt ganz bewusst in dieses Projekt“, sagt Erster Bürgermeister Florian Schneider. Im Schuljahr 2025/26 hat außerdem der Verein Suibamoond das Projekt „Starke Jugend Burghausen“ finanziell unterstützt.

Entwicklung der Persönlichkeit steht im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht Leistungsdruck oder Noten, sondern die Entwicklung der Persönlichkeit. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ihren eigenen Stärken auseinander, lernen ihre Gefühle besser wahrzunehmen, Konflikte respektvoll zu lösen und sich gegenseitig zu unterstützen. Durch gemeinsame Übungen, Gespräche und praktische Erfahrungen entstehen Selbstvertrauen und ein gestärktes Gemeinschaftsgefühl – Fähigkeiten, die weit über die Schulzeit hinauswirken. Für Jugendreferent Magnus Stummvoll ist genau dieser präventive Ansatz entscheidend: „Mit ‚Starke Jugend Burghausen‘ möchten wir Kinder und Jugendliche frühzeitig in ihrer Persönlichkeitsentwicklung fördern.

Denn innere Unsicherheit wirkt sich immer auch auf das Miteinander in der Familie, im Freundeskreis, im Sportverein und in der Schule aus. Wer junge Menschen stärkt, stärkt deshalb immer auch die Gemeinschaft.“

„Kinder und Jugendliche stehen heute vor vielfältigen Herausforderungen. Deshalb ist es wichtig, ihnen frühzeitig Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie schwierige Situationen meistern und ihren eigenen Weg selbstbewusst gehen können“, beschreiben Martin Höllmüller und Germain Bennett von Honeycrisp ihren pädagogischen Ansatz. Im Mittelpunkt stehen dabei Werte, Selbstwirksamkeit, Kommunikation, gegenseitiger Respekt und die Überzeugung, dass persönliche Stärke erlernt und entwickelt werden kann.

Auch aus Sicht der Schulen ist das Programm ein wichtiger Baustein der Bildungsarbeit. Wolfgang Strohmayer spricht aus der Elternsicht: „Auf den ersten Blick denken viele Eltern: Mein Kind braucht so ein Programm doch gar nicht. Aber alle lernen hier, ihre Grenzen zu setzen, sich nicht in eine Opferrolle drängen zu lassen und wie sie sich zum Beispiel Hilfe von Gleichaltrigen holen können.“ Auch Iris Luftmann, Jugendsozialarbeiterin (JaS) an der Johannes-Hess-Grundschule, beobachtet, dass die Kinder die erlernten Fähigkeiten nicht nur im Unterricht, sondern auch im täglichen Miteinander einsetzen. „Respekt, Achtsamkeit und Miteinander – von diesen Werten können sie dann auch auf den weiterführenden Schulen profitieren“, bestätigt Margit Burgstaller, Rektorin der Johannes-Hess-Grundschule.

Die Initiative versteht sich als langfristige Investition in die Zukunft der Stadt. Denn starke Persönlichkeiten entstehen nicht zufällig – sie entwickeln sich dort, wo Kinder Vertrauen erfahren, Verantwortung übernehmen dürfen und lernen, an sich selbst zu glauben.

Das Video entstand aus der Zusammenarbeit zwischen dem Kurfürst-Maximilian-Gymnasium Burghausen und der Jugendarbeit Burghausen.

Link zum Video: https://youtu.be/Zi6dcDKzou4

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