Spatenstich markiert offiziell Beginn der Hallenbadsanierung – zwei Jahre und 26 Mio. Euro Kosten
Burghausen, 05.02.2026. Mit dem offiziellen Spatenstich am 03.02.2026 begann die umfassende Sanierung des Georg-Miesgang-Hallenbades. Der bauliche Altbestand aus dem Jahr 1972 kann aus statischen und sicherheitsrelevanten Gründen nicht weiter betrieben werden. Betroffen sind unter anderem die Dachträgerkonstruktion sowie der Sprungturm. Auch die Beckenanlagen des Sport- und Sprungturmbeckens haben ihren technischen Lebenszyklus überschritten. Ohne Sanierung wäre eine womöglich dauerhafte Schließung des gesamten Hallenbades die einzige Alternative.
Ziel der Maßnahme ist die Erneuerung des baulichen Altbestands, die notwendige Modernisierung der Technik sowie eine energetische Ertüchtigung des Gebäudes. Damit leistet die Stadt Burghausen einen wichtigen Beitrag zur Energiewende, senkt langfristig Betriebskosten und erhält gleichzeitig ein überregional bedeutendes Freizeit- und Sportangebot – von Schul- und Vereinssport über Schwimm- und Reha-Kurse bis hin zum öffentlichen Badebetrieb.
Das Georg-Miesgang-Hallenbad ist weit über die Region hinaus stark frequentiert. Im Jahr 2025 verzeichnete das Hallenbad 250.585 Gäste, die Sauna 57.860 Gäste, insgesamt nutzten 308.445 Besucherinnen und Besucher die Einrichtung. Zudem verfügt das Bad über einen hohen Stammkundenanteil mit mehr als 12.000 Inhaberinnen und Inhabern von Geldwertkarten.
Zwei Jahre Bauarbeiten
Die Bauarbeiten erstrecken sich über mehrere Jahre. Nach der Baustelleneinrichtung Anfang 2026 folgen ab März Abbrucharbeiten an Dach, Fassade und Becken. Im Mai erfolgt die Dachoffenlegung, im Sommer die Rückversetzung des Gebäudebestands von 1972 in den Rohbauzustand. Ab August 2026 beginnt der Wiederaufbau mit neuem Holztragwerk für das Dach. Innenausbau, Fassadenarbeiten und Außenanlagen schließen sich an. Die Wiedereröffnung des Hallenbades ist um den Jahreswechsel 2027/28 geplant. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund 26,5 Millionen Euro (Stand: 31.01.2026).
Kosten im Blick
Darin enthalten sind unter anderem Kosten für Baukonstruktionen, technische Anlagen, Außenanlagen, Baunebenkosten sowie ein Puffer für Unvorhergesehenes. Durch umsichtige Planung und den bewussten Verzicht auf nicht zwingend notwendige Extras konnten Einsparungen in Höhe von 1,23 Millionen Euro erzielt werden. Bereits 2023 hatte der Stadtrat entschieden, auf die Verlegung der Gastronomie zu verzichten, was allein eine Einsparung von 3,3 Millionen Euro netto bedeutete. Zudem werden vorhandene Infrastrukturen – etwa Spinde, Zeitmessanlage, Schließsysteme und Fahrradständer – weiterhin genutzt. Aufgrund der hohen eigenen Wirtschaftskraft erhält die Stadt Burghausen nur begrenzte Fördermittel. Für die energetischen Sanierungsmaßnahmen wurde ein KfW-Zuschuss in Höhe von 2,5 Millionen Euro netto bewilligt.
Nachhaltigkeit für zukünftigen Betrieb
Ein zentraler Aspekt der Sanierung ist die Nachhaltigkeit. Durch die Erneuerung der technischen Anlagen reduziert sich der Energiebedarf des Hallenbades künftig um rund ein Drittel. Dies führt zu erheblichen Einsparungen bei Heiz- und Stromkosten im laufenden Betrieb. Zusätzlich werden auf dem Dach des Sport- und Sprungbeckens Photovoltaikmodule mit einer Leistung von 269 Kilowatt-Peak installiert, ergänzt durch eine PV-Speicheranlage mit 132 Kilowattstunden. Ein vollständiger Abriss und Neubau des Hallenbades wurde aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen verworfen – eine Kostenschätzung aus dem Jahr 2024 hätte hierfür rund 90 Millionen Euro ergeben.
Mit der Sanierung sichert die Stadt Burghausen den langfristigen Erhalt des Georg-Miesgang-Hallenbades als wichtige Sport-, Freizeit- und Gesundheitseinrichtung für die Burghauser Bevölkerung und die gesamte Region.
Erster Bürgermeister Florian Schneider betonte beim Spatenstich die Bedeutung des Hallenbads für die Stadt Burghausen und die Region: „Mit der Sanierung des Georg-Miesgang-Hallenbades investieren wir gezielt in Sicherheit, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit. Wir sichern damit ein überregional bedeutendes Sport- und Freizeitangebot und senken gleichzeitig dauerhaft die Betriebskosten durch moderne, energieeffiziente Technik.“


