Seltenes Jubiläum: Zweiter Bürgermeister Norbert Stranzinger, Vorstandsvorsitzender des Heimatvereins Dr  Ulrich Kanz, und stellvertretender Landrat Franz Kammhuber zeichnen Heinrich Erber für 50 Jahre engagierte Arbeit als Kassier des Heimatvereins Burghausen aus

Seltenes Jubiläum: Zweiter Bürgermeister Norbert Stranzinger, Vorstandsvorsitzender des Heimatvereins Dr. Ulrich Kanz, und stellvertretender Landrat Franz Kammhuber zeichnen Heinrich Erber für 50 Jahre engagierte Arbeit als Kassier des Heimatvereins Burghausen aus.


50 Jahre im Amt  und wirft einen Blick in die Topothek

Burghausen, 22.07.2026. Ein außergewöhnliches Dienstjubiläum stand im Mittelpunkt der diesjährigen Generalversammlung des Heimatvereins Burghausen: Heinrich Erber wurde für seine 50-jährige ununterbrochene Tätigkeit als Kassier geehrt. Seit 1976 führt Erber die Finanzen des Vereins – ein ehrenamtlicher Einsatz, der in der heutigen Zeit Seltenheitswert besitzt.

„Wo findet man heute noch einen Funktionär, der sich 50 Jahre lang so engagiert?“, würdigte der zweite Bürgermeister Norbert Stranzinger den Jubilar in seinem Grußwort. Heutzutage gäben viele ehrenamtliche Amtsträger ihre Aufgaben bereits nach wenigen Jahren weiter. Ein großes Lob ging in diesem Zuge auch an den Vorstand Ulrich Kanz, der den Begriff „Heimat“ im Verein aktiv vorlebe. Als Premiere für den Heimatverein konnte mit Franz Kammhuber dieses Mal auch ein stellvertretender Landrat als Gast begrüßt werden. Unter den 50 Gästen befanden sich auch die drei bestehenden Ehrenmitglieder des Vereins: Wolfgang Hopfgartner, Bernd Leidgeb und Josef Schneider. Leidgeb bietet bei Veranstaltungen des Heimatvereins seit Kurzem einen Shuttleservice auf die Burg an.

Ulrich Kanz gab einen Ausblick auf das vielseitige Herbstprogramm. Geplant sind ein Vortrag über die Entstehung des bayerischen Wappens sowie die Übertragung des Innviertels an Oberösterreich. Zudem stehen zwei kostengünstige Exkursionen nach Regensburg sowie nach Plattling und Metten an. Organisiert werden diese von Kunsthistoriker und Beirat Jürgen Bergmann. Ein weiteres Highlight im Herbst bildet ein grenzübergreifendes Symposium im Oktober zum Thema „Unsere Kulturlandschaft – Unser gemeinsames kulturelles Erbe“, das in Kooperation mit dem Verein für Dorferneuerung „Hochburg-Acher Zukunft“ realisiert wird.

Die Topothek: Digitales Gedächtnis der Region als Schutz gegen Big Tech

Als Gastredner faszinierte Magister Alexander Schatek, Gründer der Topothek, die Zuhörer. Was als privates Archiv begann, hat sich in sechzehn Jahren zu einem europaweiten Erfolgsmodell mit über 450 Standorten entwickelt. Diese innovativen, digitalen „Bürgerarchive“ enthalten historische Dokumente und Fotos aus Privatbesitz und machen diese für die Öffentlichkeit zugänglich. In Zeiten von Künstlicher Intelligenz und der Dominanz amerikanischer Großkonzerne sei es laut Schatek von essenzieller Bedeutung, dass Kommunen die Rechte an ihren eigenen Erinnerungen und somit ihre lokale Identität bewahren. Dass die Geschichte der Region eng miteinander verwoben ist, machten Jakob Mersch und Roland Brunnhuber von der Topothek Hochburg-Ach deutlich. Mersch zeigte anhand von historischen Fotos, wie fließend die Grenzen in seiner eigenen Biografie waren. Auf einem Klassenfoto von 1960 erkannten die Anwesenden prominente Burghauser. Ebenso stießen historische Aufnahmen des engagierten Heimatvereinsmitglieds  „Saliter-Fanny“ aus Kreil bei den Seefestspielen von 1928 auf Begeisterung. Stranzinger wünscht sich für die Zukunft ein gelebtes „drent und herent“: „Wir kommen mehr zu Euch und ihr kommt mehr zu uns“.  Die Topothek Hochburg-Ach sucht weiterhin historische Fotos mit Bezug zur Gemeinde Hochburg sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger, die beim Einscannen, Verschlagworten oder der Identifikation helfen möchten. Interessierte können sich direkt an die Topothek Hochburg-Ach wenden.

BU 1: Seltenes Jubiläum: Norbert Stranzinger, Ulrich Kanz, und Franz Kammhuber zeichnen Heinrich Erber für 50 Jahre engagierte Arbeit als Kassier des Heimatvereins Burghausen aus.

BU 2: Setzen sich gemeinsam grenzübergreifend für den Erhalt einer lebendigen Regionalgeschichte ein: Ulrich Kanz, Franz Kammhuber, Barbara Weis, Jakob Mersch, Alexander Schatek, Eva Gilch, Roland Brunnhuber und Norbert Stranzinger.

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