Foto: Wie viele Bananen kriegt der Affe? Das Wissenschaftsteam der Uni Tübingen testete die Vorschulkinder des Maria Ward Altstadtkindergartens auf Reaktionszeit und Zahlenverständnis  Fotocredit: Altstadtkindergarten Maria Ward

Foto: Wie viele Bananen kriegt der Affe? Das Wissenschaftsteam der Uni Tübingen testete die Vorschulkinder des Maria Ward Altstadtkindergartens auf Reaktionszeit und Zahlenverständnis. Fotocredit: Altstadtkindergarten Maria-Ward


Studie der Universität Tübingen untersucht Zahlenverarbeitung bei Kindern in Burghauser Kindergärten

Burghausen, 10.04.2026. Wissensaufbau fängt bei den Kleinsten an: Im Rahmen dieser Erkenntnis haben sich mehrere örtliche Kindergärten an einer Studie der Universität Tübingen beteiligt, die von der ehemaligen Burghauserin Ann-Kathrin Pregler durchgeführt wurde.

Die Kindergärten Raitenhaslach, Sportkita, Burgbäumchen, Pestalozzi, das Wöhler Kinderhaus sowie der Altstadtkindergarten Maria Ward wirkten an dem Experiment mit. Erforscht wurde, wie Kinder unterschiedlichen Alters Zahlen verarbeiten und welche Rolle dabei verschiedene Gedächtnissysteme spielen.

Zur Untersuchung wurden kindgerechte Aufgaben an Laptops durchgeführt. Die Kinder hatten zum Beispiel großen Spaß daran, einem hungrigen Affen zu helfen, Bananen zu finden. Hierfür mussten sie entscheiden, ob eine Zahl zwischen eins und neun größer oder kleiner ist als fünf. Dabei spielte die Reaktionszeit eine zentrale Rolle. Gemessen wurde, wie schnell die Kinder die Informationen verarbeiten und Entscheidungen treffen können.

„Unsere Eindrücke zu der Studie waren sehr gut,“ freut sich die Einrichtungsleitung des Altstadtkindergartens Maria Ward, Eva Schmidt. „Frau Pregler und ihre Kolleginnen haben die Studie sehr einfühlsam mit den Kindern durchgeführt. Unsere Motivation dabei war und ist: Studien sollten unterstützt werden, damit Fortschritt belegbar und verständlich wird“, so die Pädagogin.

Mit ihrem Engagement unterstreichen die beteiligten Kindergärten einmal mehr ihre Rolle als Bildungseinrichtungen und tragen aktiv dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse über frühkindliches Lernen zu gewinnen. Der Spaß am Lernen und am sozialen Miteinander wird bei den Kitas großgeschrieben. „Unsere Forschung untersucht grundlegende kognitive Prozesse der Zahlenverarbeitung bei Kindern insbesondere, wie Zahlen mit räumlichen Vorstellungen und Gedächtnisprozessen verknüpft sind. Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, wie Kinder Zahlen wahrnehmen und verarbeiten und wie diese Prozesse auch im Alltag eine Rolle spielen. Ein besonderer Dank gilt dabei den teilnehmenden Kindern für ihre Neugier und Begeisterung sowie den engagierten Kindergärten und Pädagoginnen, die dieses Projekt ermöglicht haben“, so die Nachwuchsforscherin Pregler.

 

Kommentare sind deaktiviert