Zur Verabschiedung nach jahrzehntelangem Einsatz für die Stadt Burghausen gratulierte Erster Bürgermeister Florian Schneider Monika Prenninger, zuletzt langjährige Leiterin des Melde  und Gewerbeamtes und später auch des Wahlamtes  Fotocredit: Stadt Burghausen/tg

Zur Verabschiedung nach jahrzehntelangem Einsatz für die Stadt Burghausen gratulierte Erster Bürgermeister Florian Schneider Monika Prenninger, zuletzt langjährige Leiterin des Melde- und Gewerbeamtes und später auch des Wahlamtes. Fotocredit: Stadt Burghausen/tg


Nach 43 Jahren im Dienst der Stadt Burghausen verabschiedete sich Monika Prenninger in den Ruhestand

Burghausen, 12.08.2026. Nach knapp 43 Jahren im Dienst der Stadt Burghausen ist Monika Prenninger Ende Juni endgültig in den Ruhestand verabschiedet worden. Die langjährige Leiterin des Melde- und Gewerbeamtes und des Wahlamtes prägte über Jahrzehnte das Bürgerbüro der Stadtverwaltung und galt bei Kolleginnen und Kollegen sowie Bürgerinnen und Bürgern gleichermaßen als verlässliche Ansprechpartnerin. Nach ihrer offiziellen Verabschiedung aus dem aktiven Dienst zum 30. November 2025 unterstützte sie die Stadtverwaltung noch bis zum 30. Juni 2026 auf geringfügiger Basis bei der Einarbeitung ihrer Nachfolge sowie insbesondere bei der Vorbereitung und Durchführung der Kommunalwahlen 2026. Parallel zu ihrem 60. Geburtstag im Juni endete schließlich auch ihr Arbeitsverhältnis.

Monika Prenninger ist ein echtes Burghauser Original – ein „Burghauser Gwax“, wie sie selbst mit einem Augenzwinkern sagt. Geboren in Burghausen und aufgewachsen in der Altstadt, in der sie bis heute lebt, besuchte sie dort den Kindergarten sowie die Grundschule und Realschule.  Für sie war deshalb früh klar, dass sie auch ihre Ausbildung bei der Stadt Burghausen absolvieren wollte. „Ich habe nie etwas vermisst in meiner kleinen Welt der Altstadt“, sagt sie rückblickend. Ihre enge Verbundenheit mit ihrer Heimatstadt bringt sie mit einem Satz auf den Punkt: „Die Altstadt ist auch mein Wohnzimmer.“ Damit griff sie eine Aussage von Altbürgermeister Hans Steindl auf, der den Stadtplatz einst als „sein Wohnzimmer“ bezeichnete.

Karriere im Dienst der Stadt
Im September 1983 begann Prenninger ihre Ausbildung als Beamtin auf Widerruf bei der Stadt Burghausen. Nach erfolgreichem Abschluss war sie bis Ende 1995  in der Stadthauptkasse tätig. Nach ihrem Erziehungsurlaub wechselte sie im Oktober 1998 in die Abteilung Öffentliche Sicherheit und Ordnung. Dort übernahm sie die Leitung des Melde- und Gewerbeamtes und später auch des Wahlamtes – Aufgaben, die sie bis zu ihrem Ausscheiden mit großer Sorgfalt, Fachkompetenz und Leidenschaft ausübte.

Eine kleine Begebenheit aus ihrer Ausbildungszeit zeigt, wie sehr Genauigkeit sie schon damals auszeichnete. Als junges „Lehrmädl“ sollte sie beim damaligen Ersten Bürgermeister Georg Miesgang eine Unterschriftenmappe abholen. Dabei fiel ihr auf, dass ein Dokument nicht korrekt nach Vorschrift unterschrieben war. Trotz des Respekts vor dem Stadtoberhaupt sprach sie ihn darauf an – und hatte recht. Eine Anekdote, die ihren hohen Anspruch an Korrektheit treffend beschreibt.

Versierte Wahlbetreuerin
Besonders die Wahlen hatten es ihr angetan. „Wahlen sind mein Hobby“, sagt Prenninger lachend. Tatsächlich war sie über viele Jahre hinweg die zentrale Ansprechpartnerin für die Organisation und Durchführung von Wahlen in Burghausen. Als Leiterin des Wahlamtes verantwortete sie seit 2007 insgesamt 16 große Wahlen – fünf Bundestagswahlen, vier Europawahlen, vier Landtags- und Bezirkswahlen sowie drei Kommunalwahlen. Hinzu kamen ein Bürgerentscheid, etliche Volksentscheide und Stichwahlen. Ihre Genauigkeit, ihr Organisationstalent und ihr ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein machten sie dabei zu einer geschätzten Expertin, deren Arbeit weit über die

Stadtverwaltung hinaus Anerkennung fand.  Auch innerhalb der Verwaltung genoss Monika Prenninger große Wertschätzung. Bei ihrer Verabschiedung bedankten sich ihre Kolleginnen und Kollegen für „das stets gute Miteinander“, die ihre Arbeit über Jahrzehnte geprägt hätten.

Das Einwohnermeldeamt im Bürgerfokus
Mindestens ebenso wichtig wie die fachliche Arbeit waren ihr jedoch die Menschen. Rund 28 Jahre leitete sie das Amt und wusste genau, welche Bedeutung der tägliche Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern hat. „Die hier arbeiten, sind an der Front zum Bürger, sie sind sozusagen das Schaufenster der Stadt – dank euch läuft der Laden. Es war einfach schön, mit euch zu arbeiten“, verabschiedete sie sich von ihrem Team.

Erster Bürgermeister Florian Schneider würdigte die langjährige Mitarbeiterin ebenfalls bei der Verabschiedung: „Monika Prenninger hat die Stadtverwaltung über 43 Jahre hinweg mit außergewöhnlicher Verlässlichkeit, Präzision und großem Pflichtbewusstsein geprägt. Generationen von Burghauserinnen und Burghausern sind ihr im Einwohnermeldeamt begegnet und konnten sich darauf verlassen, dass ihre Anliegen kompetent und gewissenhaft bearbeitet werden. Besonders im Bereich des Wahlwesens hat sie mit ihrer Erfahrung und ihrem hohen Qualitätsanspruch Maßstäbe gesetzt. Im Namen der Stadt Burghausen danke ich ihr herzlich für ihren jahrzehntelangen Einsatz und wünsche ihr für den neuen Lebensabschnitt Gesundheit, viele schöne Reisen und vor allem die Zeit, all das zu genießen, was im Berufsalltag oft zu kurz gekommen ist.“

Nun beginnt für Monika Prenninger ein neuer Lebensabschnitt. Zusammen mit ihrem Mann möchte sie bei vielen Kreuzfahrten die Welt bereisen und viele Länder erkunden. Viel Zeit wird sie künftig aber sicherlich auch in ihrem „Wohnzimmer“, der Burghauser Altstadt, verbringen – jenem Ort, der sie ihr ganzes Leben begleitet hat und mit dem sie bis heute eng verbunden ist.

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