Futures Literacy Klima+Design
Der von der UNESCO geprägte Begriff „Futures Literacy“ beschreibt im Bereich Architektur bzw. Gestaltung – von der Kunst über Design bis zum Bauwerk – die Fähigkeit, unterschiedliche Zukunftsszenarien einzubeziehen, um vorausschauend handeln und planen zu können. Dabei wird Zukunft nicht als etwas Feststehendes betrachtet. Das Projekt „Climate-Adapted Architectural Heritage“ ist ein Schwerpunkt der Ausstellung und beschäftigt sich mit der Frage, wie Architektur auf den Klimawandel reagieren kann. Im Mittelpunkt stehen Austausch und Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Kunst und Baukultur. Es geht es darum, was wir von traditionellen und an das lokale Klima angepassten Bauweisen lernen können, um bestehende Wohngebäude nachhaltiger, komfortabler und zugleich kulturell sensibel weiterzuentwickeln. Im Rahmen der Summer School in Raitenhaslach ist dazu ein Workshopprogramm vorgeschaltet. Die Teilnehmenden arbeiten praktisch u. a. an Ideen für die klimaangepasste Umgestaltung bestehender Gebäude. Ausgangspunkt ist dann das eigene Wohnumfeld. Ziel ist es, Konzepte zu entwickeln, die Klimaanpassung, Wohnkomfort und kulturelle Identität verbinden. Orientierung bieten traditionelle Bauweisen sowie sogenannte Klimaanalogien – also
Orte, deren heutiges Klima dem Klima ähnelt, das am eigenen Wohnort künftig erwartet wird. Dabei spielen auch Energie und deren nachhaltige Ausrichtung für unsere Zukunft eine wesentliche Rolle. Neben technischen Fragestellungen rücken auch gesellschaftliche Aspekte wie Akzeptanz und Partizipation, vor allem im Bereich regenerativer Energien, immer stärker in den Fokus.
Ausstellungsbeteiligte:
Dr. Bruno Gandlgruber, Dr. Ralf Kilian und Fraunhofer-Institut, Jonathon Keats, Markus Heinsdorff, Dr. Andreas Zeiselmair und Hochschule Weihenstephan Triesdorff,
Kuration in Zusammenarbeit mit Ines Auerbach, Haus der Fotografie, Burghausen, Melwin Carstensen, Frauenhofer-Institut Holzkirchen
Aufbau: Lukas Struthmann, M.A. Architektur

