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Amphibien und Reptilien

In der alten Herzogstadt Burghausen ist nicht nur die längste Burg der Welt, sondern auch die ungiftige und (bis zu 1,80 m lange und damit) größte europäische Schlangenart - die Äskulapnatter -  beheimatet. Die Gewässerufer entlang der Salzach bieten warme und besonnte Bereiche, die die seltene Natter als Lebensraum bevorzugt.

Die seltene Äskulapnatter ist in Burghausen eine Besonderheit, die außerordentlichen Schutz bedarf, denn sie wird in der aktuellen Roten Liste Deutschlands als „stark gefährdet“ eingestuft.

Die Gefährdungsursachen der Schlange sind vielseitig. Aufgrund des Klimawandels haben sich die Tiere immer weiter in wärmere Gebiete  zurückgezogen und auch  allgemeine Lebensraumveränderungen durch den Menschen z.B. durch Intensivierung der Landwirtschaft führen dazu, dass die Bestände immer weiter verdrängt werden.

Das aktive Einsetzen von Brutstätten – verteilt auf den Ausgleichsflächen der Stadt – zum Schutze der vom Aussterben bedrohten Natter, sind für den Erhalt dieser einzigartigen Population von großer Bedeutung. Die Brutstellen sind wie Komposthaufen aufgebaut, welche die Weibchen häufig zur Eiablage nutzen. In diesen lassen sie ihre Jungen geschützt von der Verrottungswärme ausbrüten und sorgen damit für Nachwuchs. 

Wer sein leuchtend-geld geflecktes Muster sichtet, schreckt womöglich auch gleich etwas zurück. Jedoch zieht sich der Feuersalamander oft in feuchte tümpelnahe Gebiete zurück, wo er in Ruhe seine Larven ablegen kann und nicht gestört ist. Dennoch können die Amphibien in Gefahr durch ihre Giftdrüsen vor allem aufdringliche Feinde fernhalten. Wo sich in Burghausen der Feuersalamander aufhält, finden Sie hier.

Ein weiterer Zauber außerhalb der Stadt Burghausen sind die Gelbbauchunken im Priesenthal Mehring. Dort hat die Gelbbauchunke ein neues Zuhause gefunden. Sie befindet sich unter den Arten der roten Liste und wird unter anderem durch das Ausbauen von Waldwegen, und dem Zuschütten von Tümpeln aus ihren ursprünglichen Lebensräumen verdrängt. 

Vor drei Jahrzehnten konnte man die Unke in ganz Deutschland finden. Nun lebt sie an vereinzelten Stellen in Mittel- und Süddeutschland. Weiterhin ist sie in Österreich, Tschechien und Frankreich heimisch. Ihren Namen hat die Gelbbauchunke durch ihre auffällig gefärbte Unterseite, welche gelb und schwarz gesprenkelt ist. Von oben hat die Gelbbauchunke jedoch ein wenig auffälliges Aussehen. Ihre Oberseite ist Schlammbraun, wodurch sie sich besonders gut in schlammigen Gewässern tarnen kann. Auch auffällig ist die herzförmig geformte Pupille, die für Unken charakteristisch ist.

Da sich der kleine spitzwarzige Froschlurch besonders gern in kleineren Tümpeln und temporären Kleingewässern, wie zum Beispiel Traktorspuren und Pfützen aufhält, hat sich die Stadt Burghausen dazu entschieden, extra für die Unken eine Reihe von Tümpeln anzulegen. Diese kann man im Priesenthal am Waldrand finden. Neben der Unke haben hier noch viele andere Insekten, Reptilien und Kleinstlebewesen ein Zuhause gefunden. 

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