Veranstaltungssuche
Ticket shop

Schulgebäude Raitenhaslach nun erste Option für Kindergarten

Bürgermeister: "Wir bauen keinen neuen Kindergarten" – Weitere Möglichkeit zur Unterbringung von Kleinkindern im Pfarrhof von St. Jakob

Plätze in den Kindergärten und Krippen der Stadt sind knapp geworden. Verschärft wird die Situation noch durch die aktuelle Zuwanderung von Flüchtlingen, für deren Kinder weitere Plätze nötig werden. Bürgermeister und Stadtverwaltung suchen deshalb derzeit nach Möglichkeiten, schnell in bereits vorhandenen Bauten Kindergartengruppen unterzubringen.

Wie berichtet, dachte Bürgermeister Hans Steindl zunächst an die Johannes-Hess-Schule. Diese Option ist zwar noch nicht ganz aufgegeben, aber in der Priorität liegt nun das Schulgebäude in der Klosteranlage Raitenhaslach. Dort liegen die Klassenräume im oberen Stockwerk, im Erdgeschoss gibt es noch freie Kapazitäten.

Bürgermeister Hans Steindl spricht von zwei Räumen mit 60 bis 80 Quadratmetern, die sich gut für die Kinderbetreuung eignen würden. Steindl argumentiert: "Wir werden jetzt nicht einen neuen Kindergarten bauen, sondern wollen vorhandene Gebäude nutzen. Dazu brauchen wird freie Räume im Erdgeschoss, weil andernfalls die Auflagen für die Genehmigung zu groß und damit die Kosten zu hoch würden."

Der Bürgermeister erläutert weitere Gründe, die für Raitenhaslach sprechen: "In Raitenhaslach haben sich viele junge Familien angesiedelt. Wir haben derzeit 35 Kinder von dort, die im Maria-Wad-Kindergarten in der Altstadt untergebracht sind. Es bietet sich an, sie künftig Raitenhaslach zu betreuen, auch weil wir uns dann Bustransporte sparen. Ein Kindergarten dort passt auch gut zur Schule darüber. Eine Turnhalle ist auch in der Nähe."

Voraussichtlich schon in der Märzsitzung will der Bürgermeister einen konkreten Vorschlag für diese Lösung im Stadtrat einbringen. Denn bereits mit Beginn des neuen Kindergartenjahrs im September sollen dort Kindergartenplätze entstehen und damit der aktuelle Mangel behoben werden.

Der Bürgermeister hat zudem aber neben der Hess-Schule noch eine weitere Option ausgelotet. Im Pfarrheim von St. Jakob gibt es freie Räume. Das Problem: Sie liegen nicht im Erdgeschoss. Nach einem Gespräch Steindls mit Pfarrer Erwin Jaindl und Kirchenpfleger Bernhard Waas zeichnet sich aber eine Lösung ab. Das Pfarrbüro von St. Jakob würde dann aus dem Erdgeschoss des Pfarrhofs in das nebenliegende Pfarrheim wechseln. So würden im Erdgeschoss Räume frei.

Bernhard Waas bestätigt das Gespräch mit Steindl, sieht eine Notwendigkeit der Umsetzung aber erst bei einer wirklichen Notsituation. Auch deshalb, weil dann erneut Umbauarbeiten erfolgen müssten. Hat die Pfarrei doch eben erst den Pfarrhof hergerichtet. Waas formuliert die Sicht der Pfarrei so: "Bevor Kinder auf der Straße stehen, werden wir natürlich Platz schaffen und sie aufnehmen." Dabei ginge es seinen Worten nach um die Einrichtung einer Krippe. Dafür könnte laut Steindl auch das von einer Mauer umschlossene Gärtchen eine neue Funktion als Spielplatz bekommen. Steindl sieht zudem den Aufwand für Umbauten als gering an.

Letzte Option bleibt laut Bürgermeister die anfangs favorisierte Hess-Schule in der Neustadt. Nicht antasten will der Bürgermeister die Zahl und Größe der vorhandenen Hortgruppen.

Quelle: Burghauser Anzeiger vom 26.02.2015 − rw/Fotos: Wetzl

Die erste Überlegung steht jetzt hintenan, bleibt aber als Option – die Johannes-Hess-Schule.

Eine weitere Option ist nach einem Gespräch mit der Pfarrei der Pfarrhof von St. Jakob (links). Das Büro würde ins Pfarrheim (rechts) ausgelagert.

Der Gang in Raitenhaslach führt zu zwei großen Räumen, die für Kinder genutzt werden können.

Das Grundschulgebäude in Raitenhaslach steht jetzt als Standort für die Unterbringung von Kindergartenkindern obenan.

loading
Dummy Loading ...
MENÜ