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Was gibt es Neues in Burghausen?

Zwischen Blumenpracht und Kräuterlikör

Klostermarkt in Raitenhaslach trotzt Regenwetter – Viele Besucher schätzen Qualität und Handgemachtes

Wenn es nach einem herrlichen Mix aus Käsestangerl, Kräuterbratwurst und Blumen duftet in Raitenhaslach, dann kann das nur eines heißen: Es ist Klostermarkt. Zum neunten Mal sind an diesem Wochenende Ordensschwestern und -brüder aus über 20 Klöstern und Abteien aus vier Ländern im Prälatengarten zusammengekommen. Mit im Gepäck hatten sie wie immer ihre selbstgemachten Waren, vom leckeren Klosterbier bis zu duftenden Gewürzen.

Nicht fehlen durfte natürlich auch die üppige Pflanzenpracht der Klostergärtnerei Gars am Inn. Allein 120 Kräuter haben die Mitarbeiter der Gärtnerei an diesem Wochenende im Gepäck. Marokkanische Minze, Orangen-Minze, Minze für das Sommergetränk "Hugo" – die vielen verschiedenen Minze-Arten lassen die riesige Bandbreite der Kräuter ahnen, die am Klostermarkt angeboten werden. Dazu kommen die Gemüsepflanzen und die Blumen. "Wir haben allein ungefähr 15 verschiedene Duftgeranien dabei", sagt Martin Schechtl, Mitarbeiter der Klostergärtnerei. Die Pflanzen sind ein Höhepunkt auf dem Klostermarkt und werden den Verkäufern schier aus den Händen gerissen. Immerhin hat man nicht an allzu vielen Orten Gelegenheit, die blühenden Produkte der Klostergärtnerei zu bekommen: Neben dem Altöttinger ist der Raitenhaslacher der einzige Klostermarkt, zu dem die Gärtner ihre Pflanzen bringen. "Weil’s hier so wunderschön ist", verrät Martin Schechtl und schmunzelt.

Dass es auf dem Raitenhaslacher Markt allerlei Delikatessen zu kaufen gibt, die man sonst schwerlich bekommt, hat sich herumgesprochen. Erlesener Wein, Honig, würziger Käse, Tee, geschmackvolle Salze, Körbe, Kunsthandwerk oder heuer erstmals feines Olivenöl aus Kreta: Die Auswahl ist groß. Der Gang über den Prälatengarten wird zu einer Reise der Sinne und probieren lassen die freundlichen Ordensschwestern und -brüder auch gerne.

Kein Wetter-Glück hatten die Veranstalter – die Burghauser Touristik – am Samstag. "Dafür ist es heute gut", sah es Bruder Michael vom Europakloster Gut Aich am Sonntag positiv. Mit den selbst hergestellten Likören war sein Stand gestern beliebt bei den vielen Besuchern, die ab Mittag nach Raitenhaslach pilgerten. Bruder Michael schwärmt vom Klostermarkt: "Ich komme gern her. Wir sind hier wie eine große Familie", sagt er über die verschiedenen Klöster, die teilweise schon seit Jahren zum Klostermarkt fahren.

Die entspannte Atmosphäre überträgt sich beim Raitenhaslcher Markt auf die Besucher, die gerne die Gelegenheit nutzen, mit den Brüdern und Schwestern ins Gespräch zu kommen. Unddie natürlich, die vielen Leckereien gleich an Ort und Stelle probieren oder sich fpr später einpacken lassen. Und so sah man am Sonntag fast niemanden mehr, der nicht schwer schleppte an Tüten voller duftender Seife, Schnaps oder Pflanzen.

Quelle: Burghauser Anzeiger vom 22.06.2015, Foto: Schönstetter

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