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Was gibt es Neues in Burghausen?

Zehn Jahre "garteln" und Freude schenken

Die Burghauser Patengärtner ziehen erfreuliche Bilanz

Wer hätte das gedacht: Zehn Jahre nach der Landesgartenschau stehen die 16 Gartenkabinette "Vom Nebelwald zum Felsengarten" im Stadtpark und der "Traumgarten" im Park der Deutschen Einheit ihren jeweiligen Themen entsprechend gepflegt da. Besonders auffallend jetzt im Frühling und dann natürlich das ganzen Jahr über in ihrer vollen Pracht. Schließlich lautete die Devise für die ehrenamtlichen Gartenpaten ab Frühjahr 2005, die Art und den Charakter der Bepflanzungen unverändert zu lassen. Was das bedeutete, hatte so mancher Partengärtner unterschätzt: Da blieben Pflanzen aus, mussten ergänzt und nachgepflanzt werden. Andere wuchsen wie die Wilden und mussten massiv eingebremst werden.

In dieser Woche nun feierten die Patengärtner ihr zehnjähriges Bestehen. Damals, zur Landesgartenschau, waren die Gärten angelegt worden und sollten danach wieder weg. Das gefiel Brigitte Ulm nicht: Die Burghauserin ergriff die Initiative und gründete die Patengärtner. "Ein engagierter Kreis war schnell gefunden", erinnert sich Brigitte Ulm. "Beispielhaft" nannte auch Bürgermeister Hans Steindl bei der kleinen 10-Jahres-Feier am Montag in den Gärten das Projekt. Er wies darauf hin, dass die fleißigen Gärtner bei ihm immer "auf offene Ohren und offene Kasse" stoßen würden.

In zehn Jahren wurden aus Sträuchlein Bäume. Erde, Dünger und Split für die Wege wurde in wachsender Menge benötigt, Grünschnitt musste abtransportiert werden. Ohne die Hilfe der Stadtgärtner – besonders bei der aufwändigen Pflege der Hainbuchenhecken – , des Bauhofs, der Umweltamts, der Arbeitskräfte der Diakonie und der Stadt ging da nichts. In trockenen Sommern kam die umständliche Bewässerung über lange Wege hinzu. Aber die Begeisterung der rund 20 regelmäßig tätigen Gartenfreunde blieb ungebremst und wurde nicht getrübt, keiner warf das Handtuch. Ja der Zusammenhalt wuchs, was sich auch in regelmäßigen gemeinsamen Unternehmungen zeigte. Auch der anfänglich gelegentlich recht heftige Vandalismus im Stadtpark nahm ab.

Bedrückend waren nur einzelne Todesfälle im Betreuerkreis, die im wirklichen Wortsinn bis zum heutigen Tag unersetzbar waren, sowie ein zunehmendes altersbedingtes Ausscheiden. Neue Betreuer für einzelne Gärten werden darum dringend benötigt (Ansprechpartnerin Rosi Lungauer, 0867/63237). Spaß macht die Beschäftigung an der frischen Luft den Patengärtnern allemal. Beim Garteln vergeht die Zeit auch offensichtlich wie im Flug. Das ist die gemeinsame Erfahrung der Burghauser, die seit nunmehr zehn Jahren ehrenamtlich diese Gärten der Landgartenschau 2004 pflegen und so vor der Planierraupe bewahrt haben.

Quelle: Burghauser Anzeiger: 14.05.2015− cts/red Foto: Schönstetter

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