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Was gibt es Neues in Burghausen?

Wettbewerb für Orgel solo „200 Jahre Stille Nacht“

Die Gewinner – aus Deutschland, Österreich und Italien - stehen fest!

Der 1. Preis geht an Johann Simon Kreuzpointner, Wien
der 2. Preis : Luigi Mengoni, bei Florenz
der 3. Preis: Andreas Willscher, Hamburg

 

Burghausen. Lange hat sich die Jury Zeit gelassen, und es sich sicher nicht leicht gemacht. Auf alle Fälle war es viel Arbeit bei fast 70 Einsendungen! Nun stehen die drei Sieger fest, und es hat sich eine europäische Auswahl ergeben: die Gewinner sind: Johann Simon Kreuzpointner, Wien, 1. Preis, Luigi Mengoni , bei Florenz, 2. Preis, und Andreas Willscher, Hamburg, 3. Preis. Jurymitglied und künstlerischer Leiter des Wettbewerbs, der Burghauser Organist Heinrich Wimmer, bezeichnet Kreuzpointners Siegerkomposition „Sonate für Orgel über Stille Nacht, heilige Nacht“ als rundum gelungen, anspruchsvoll (und somit vielleicht nicht von jedem Organisten zu spielen), aber formal perfekt und mit vielen originellen Einfällen, wobei sein Personalstil überaus ausgeprägt ist. Kreuzpointner lebt in Wien und lehrt am Konservatorium für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten, wo er auch Kirchenmusikreferent ist. Über das Komponieren sagt er Folgendes:“ Musik ist für mich eine – wenn auch sehr komplexe - Form der Kommunikation. Daraus resultierend lautet meine Idee von Komposition: etwas vorformulieren, um mit jemandem in Kontakt zu treten. Welches Vokabular ich dabei verwende, richtet sich nach der Aussage des Werkes.“ Die Aussage des Stille Nacht-Themas hat er in einer Sonate zu Papier gebracht. Sein Werksverzeichnis umfasst sowohl Kompositionen für Orgel als auch für verschiedene Orchesterbesetzungen; auch Vokalmusik und Bühnenwerke gehören dazu. Geboren ist er übrigens in Altötting!

 

Auch die Komposition des italienischen Organisten Luigi Mengoni hat ihren eigenen Stil. Eigentlich ist der Italiener Musik-Informatiker und Autodidakt an der Orgel. Lange Jahre war er als Organist tätig und gab Konzerte in Italien und Frankreich. Sehr produktiv ist er als Komponist für sein „Lieblingsinstrument“, die Orgel. Einige seiner Orgelwerke wurden bereits prämiert und verlegt. Eng verbunden ist er mit dem Orgelfestival „Settembre Organistico Fabrianese“ in Fabriano bei Ancona. Sein „Christmas-Tryptich“ erzählt in drei Sätzen allegorisch-lautmalerisch die Weihnachtsgeschichte in traditioneller, aber doch persönlich geprägter Tonsprache.

 

Der Dritte im Bunde, Andreas Willscher, ist gebürtiger Hamburger und dort auch seit seinem 15. Lebensjahr Organist, nach seinem Studium u.a. in Paris hat er sogar 2 Organistenstellen. Dazu kommt eine intensive Konzert- und Kompositionstätigkeit - die ihn leider daran hindert, persönlich zur Preisverleihung nach Burghausen zu kommen – ist ihm das Aufspüren von verschollen geglaubten oder vergessenen Musikalien ein Anliegen, und auch als Biograf und Verfasser wissenschaftlicher Beiträge hat er sich einen Namen gemacht. Seine Komposition „Noël Stille Nacht, Heilige Nacht avec six variations“ verarbeitet das Thema in Charaktervariationen, mal lieblich, mal meditativ, oder fulminant-tänzerisch im Finale.

 

Die Stadt Burghausen wird diese Werke bei einem renommierten Musikverlag in einem kleinen Band veröffentlichen. Uraufgeführt werden die Werke an Franz Xaver Grubers Geburtstag am Sonntag, den 25. November um 16 Uhr in der Pfarrkirche St. Jakob, in der Gruber seinen ersten Orgelunterricht bekommen hatte. Kostenlose Platzkarten zu diesem Konzert des Kulturbüros gibt es bei der Burghauser Touristik am Stadtplatz, Tel. 08677 887 140, oder im Bürgerhaus Burghausen, Tel. 08677 97410.

 

Im Anschluss daran wird im benachbarten Hochburg erstmalig ein Friedenspreis für besondere Projekte verliehen; von Burghausen aus wird dazu ein Zubringerbus eingesetzt.

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