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Was gibt es Neues in Burghausen?

Tiefgaragen-Verlängerung erfolgt erst 2016

Bürgermeister will mit Sperrung der Englkreuzung nicht in den Herbst kommen – Fragezeichen über Salzachzentrum

In diesem Sommer sollte die Englkreuzung gesperrt werden. Dieser Plan ist vom Tisch, wie Bürgermeister Hans Steindl in der Stadtratssitzung am Mittwoch bekanntgab. Weil die Planungen und Ausschreibungen der Arbeiten länger als zunächst gedacht dauern, wird die Ausführung der Arbeiten ins Jahr 2016 verschoben. Dann soll gleich im März Baubeginn sein. Die Arbeiten würden dann voraussichtlich bis August dauern. Der Bürgermeister bekräftigte zugleich einmal mehr: "Die Verlängerung der Neustadtgarage machen wir unabhängig davon, ob das neue Salzachzentrum gebaut wird." Mit dieser Aussage verband er die neue Nordzufahrt und den Durchstich zur bestehenden Garage unter der Kreuzung. Ob und wie der Kreisverkehr schon umgesetzt werde, das könne vorerst noch offen bleiben.

Der Bürgermeister erläuterte im Details: Das Vergabeverfahren sei Ende Februar abgeschlossen worden, die Einspruchsfrist ende jetzt im März. Das Burghauser Ingenieurbüro, das zusammen mit einem Traunsteiner Partner die Planung mache, werde dafür rund zwei Monate brauchen. Die folgende Ausschreibung werde ebenfalls rund zwei Monate Zeit erfordern. "Damit besteht die Gefahr, dass wir nicht mehr fertig würden, wenn das für die Läden so wichtige Geschäft in der Vorweihnachtszeit anläuft."

Der Bürgermeister sprach sich deshalb dafür aus, die Bauarbeiten erst im kommenden Jahr auszuführen. Ab September 2016 wäre die Marktler Straße dann wieder voll befahrbar. Die Stadträte nahmen des Bürgermeisters Worte ohne Nachfragen zur Kenntnis. 180 bis 220 Parkplätze werden damit unterirdisch neu entstehen.

Steindl nannte einen weiteren Grund, der für eine Verschiebung spricht. Die bestehende Neustadtgarage wie auch die Marktler Straße selbst könnten in der Phase der Sperrung gleich mit hergerichtet werden. Der Bürgermeister sieht Instandsetzungsbedarf bei den Aufzügen, beim Oberflächenbelag, bei Radständern und Litfasssäulen sowie bei der Beleuchtung der Garage. Dabei könnte ein vom Büro Gruschwitz im Auftrag der WiFöG vor Jahren erstelltes Nutzungskonzept für die Neustadt mit verwendet werden. "Wir haben dafür Geld ausgegeben, die Ideen sollten wir mit einfließen lassen", so Steindl.

Und dann kam der Bürgermeister auch auf den springenden Punkt zu sprechen – die Frage, wie es ums neue Salzachzentrum steht. Schon in unserer Vorschau auf 2015 in der zurückliegenden Silvesterausgabe hatte Steindl davon gesprochen, im März mehr Klarheit zu bekommen, ob das Projekt Realität wird.

Doch nun hörten sich seine Worte deutlich zurückhaltend an. Nach Gesprächen mit den Investoren Taurus und SES sieht der Bürgermeister "Hindernisse" und sprach von einer "nicht unproblematischen Lage". Der Eigentümer Taurus wolle noch ein oder zwei Gesellschafter mit aufnehmen, die dann ebenfalls mitreden wollen. "Das können wir nicht beeinflussen", so Steindl. Weitere Gespräche der Stadt mit den Investoren kündigte er für nächste Woche an und sagte: "Wir sind noch nicht konform, was die Interessen von Stadt und Investoren betrifft." Aufhorchen ließ ein Satz des Bürgermeisters, der wenig euphorisch klang: "Es ist nicht unmöglich, zu einer Einigung zu kommen."

Quelle: Burghauser Anzeiger vom 13.03.2015 − rw/ Foto: Schönstetter

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