Veranstaltungssuche
Ticket shop

Aktuelles

Was gibt es Neues in Burghausen?

Stadt spendet der Diakonie 20.000 Euro für die Herzog-Georg-Stubn

Küchenerweiterung sichert mehr als 15 Arbeitsplätze – 100 Mittagessen werden täglich an Schulen und Kindergärten ausgeliefert
20.000 Euro unterstützt für die neue Küche. V.l. Fachbereichsleiter der Diakonie Südostoberbayern Josef Ramstetter, Erster Bürgermeister Hans Steindl, Leiter des Tageszentrums Dirk Hentrich und Geschäftsführer der Diakonie Andreas Karau.

20.000 Euro unterstützt für die neue Küche. V.l. Fachbereichsleiter der Diakonie Südostoberbayern Josef Ramstetter, Erster Bürgermeister Hans Steindl, Leiter des Tageszentrums Dirk Hentrich und Geschäftsführer der Diakonie Andreas Karau.

Die Diakonie Südostoberbayern betreibt seit 2007 die Herzog-Georg-Stubn in den Burghauser Grüben und bereichert damit nicht nur die gastronomische Vielfalt der Salzachstadt, sondern gibt Menschen mit psychischen Problemen oder Behinderungen eine sinnvolle Aufgabe. Im Sommer hat das Diakonische Werk Traunstein e.V. die Küche in der Herzog-Georg-Stubn erweitert, um das Angebot aufrechterhalten zu können und vor allem den Mitarbeitern einen modernen Arbeitsplatz bieten zu können. „Die Küche ist einfach zu klein geworden“, erklärt Dirk Hentrich, Leiter des Burghauser Tageszentrums der Diakonie. Außerdem habe man nun modernste gastronomische Geräte. „Das erleichtert die Arbeit zusätzlich“, so Hentrich.

Insgesamt sind 105.000 Euro investiert worden, wobei nur regionale Bauunternehmen und Handwerker beschäftigt wurden. Die Stadt Burghausen hat das Projekt mit 20.000 Euro unterstützt. Nun hat Erster Bürgermeister Hans Steindl symbolisch den Scheck übergeben. „Die Diakonie leistet in Burghausen eine hervorragende Arbeit. Sie betreibt ja auch seit 2009 die Mensa im Kurfürst-Maximilian-Gymnasium, die Wohngruppe, den Schusserl-Laden, seit 1995 bereits die Wertstoffsammlung in der Altstadt und seit 2004 übernimmt sie die Reinigung des Stadtparks. Da ist es für uns selbstverständlich, dass wir zur neuen Küche in der Herzog-Georg-Stubn einen Zuschuss geben“, sagt Erster Bürgermeister Hans Steindl.

Die Herzog-Georg-Stubn liegen dem Stadtoberhaupt auch deshalb sehr am Herzen, weil er die Räume seit frühester Jugend kennt, selbst schon darin Theater gespielt hat. Die Kombination, Menschen Halt durch Arbeit zu geben und gleichzeitig ein Lokal zu betreiben ist in der Region in dieser Form einmalig. „Ein Vorzeigeprojekt“, sagt Geschäftsführer des Diakonischen Werks Traunstein Andreas Karau. Ähnliche Projekte kenne man nur in München oder Hamburg. Es profitieren sowohl die Angestellten als auch die Gäste und Kunden: „Auf beiden Seiten werden Hemmschwellen genommen. Die einen lernen, dass sie im Alltag wieder bestehen können und die anderen, dass man vor Menschen mit einer psychischen Erkrankung nicht Angst haben muss“, so Ramstetter. Die Herzog-Georg-Stubn bringen sich daher auch bei jeder Jazznight, Musiknacht oder allen Festen ein. „Wir öffnen gern unsere Türen und freuen uns auf Begegnungen“, sagt Dirk Hentrich.

Aus der nun nagelneuen Küche der Herzog-Georg-Stubn werden drei Kindergärten und zwei Schulen mit ca. 100 Mittagessen täglich beliefert. Die Lebensmittel stammen weitestgehend aus der Region. „Es wird gesund und nachhaltig gekocht“, weiß Josef Ramstetter, Fachbereichsleiter des Diakonischen Werkes. 2016 hat die Diakonie die Auszeichnung „Gesunde Küche“ vom Land Oberösterreich bekommen. Auch der Gemeindekindergarten in Hochburg-Ach wird von der Herzog-Georg-Stubn beliefert. Außerdem gibt es täglich ein wechselndes Abo-Essen in der Gaststätte in den Grüben, die werktags von 10 – 14 Uhr geöffnet ist.

Insgesamt ca. 15 Arbeitsplätze sind durch den Einbau der neuen Küche gesichert worden. Das Projekt läuft so gut, dass einige Mitarbeiter bereits in der hiesigen Gastronomie eine Anstellung gefunden haben und damit in den 1. Arbeitsmarkt gewechselt haben. „Das ist natürlich genial“, sagt Dirk Hentrich, auch wenn in der Herzog-Georg-Stubn das Fachpersonal dann fehle.

loading
Dummy Loading ...
MENÜ