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Was gibt es Neues in Burghausen?

So attraktiv ist unsere Silphie …

- genauer gesagt Silphium perfoliatum – auch Becherpflanze genannt. Der weibliche Name klingt ebenso ´smart´ wie die Pflanze in der Lage ist, die Landwirtschaft wieder naturnäher und insektenfreundlicher zu gestalten. Sie ist der Hoffnungsträger einer schonenden Bioenergieerzeugung
Silphium perfoliatum – auch Becherpflanze genannt.

Silphium perfoliatum – auch Becherpflanze genannt.

Vorteil gegenüber dem Maisanbau ist ihre Langlebigkeit und große Wuchsleistung. Anbauflächen brauchen deshalb nicht jedes Frühjahr umgebrochen und bestellt werden. Herbizide würden nicht mehr benötigt. Schon nach zwei Jahren ist der Bestand so dicht, dass ein ausgezeichneter Erosionsschutz erzielt wird, Bodenabschwemmungen in Gewässer v.a. bei Starkregen ausbleiben, Hochwässer somit gemindert und Gewässer sauber gehalten werden. Durch die nektarreiche Blüte lockt sie Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Arten an. Der Boden behält weitgehend seine Schichtung, das Bodenleben kann sich wieder stabilisieren. Eine Samenbeize mit den insektenschädigenden Neonicotinoiden entfällt. „Nachteil“ ist, es werden weniger Dünger, kaum Spritzmittel gebraucht und ein geringerer Maschineneinsatz notwendig, was für den Landwirt auf Dauer billiger, jedoch nicht im Sinne der Herstellerfirmen ist. Die Interessengruppen werden den Befürwortern in der Politik schwer zusetzen, was natürlich Einflüsse auf die Umstellungsphase hat. Bis der volle Ertrag erreicht ist und der maisadäquate Energieinhalt erreicht ist, dauert es ca. drei Jahre. Die Mindererträge in den Jahren müssen die Landwirte aufgrund der hohen Grundstückspachtpreise und der Investitionskosten der Biogasanlage erst mal überbrücken. Eine EU-Förderung in der Umstellungsphase könnte das Mindestziel, jährlich 10 % der Maisflächen in Becherpflanzenflächen umzuwandeln, wahrmachen. In zehn Jahren wäre der Bioenergiemais ersetzt, das Insektensterben könnte wieder etwas zurückgefahren werden. Die Stadt Burghausen verbietet bei an Landwirten verpachteten Ackerflächen den Maisanbau – stattdessen kann Silphie angebaut werden. Herr Hennersperger, Leiter Umweltamt, weist darauf hin, dass die Becherpflanzen in Raitenhaslach im unteren Gries und neben der Ortseinfahrt von Burgkirchen betrachtet werden können. Max Hennersperger/Umweltamt

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