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Was gibt es Neues in Burghausen?

Sein oder Nichtsein!

Das 3. Schauspiel der Saison ist ein absoluter Klassiker der Literaturgeschichte – modern interpretiert – Schauspieler Bischof hat schon mit Martin Lüttge im Theaterhof Prießenthal gespeilt
Hamlet modern interpretiert vom „Neuen Globe Theater“. Vor dem Stück gibt es im Helmbrechtsaal eine Einführung durch Mitglieder des Ensembles. Fotocredit: Globe Theater

Hamlet modern interpretiert vom „Neuen Globe Theater“. Vor dem Stück gibt es im Helmbrechtsaal eine Einführung durch Mitglieder des Ensembles. Fotocredit: Globe Theater

Als William Shakespeare die nordische Erzählung „Hamlet“ adaptierte und wiederum für seine Zeit und für das Londoner Publikum um 1600 umschrieb, ahnte der Autor vermutlich nicht, dass er einen Theaterstoff verfasst, der weltberühmt werden wird. Noch heute kommt kaum ein Schüler um den Hamlet von Shakespeare herum. Und auch gestandene Bühnenschauspieler und Hollywoodstars nehmen sich immer wieder der Neuinterpretation des Stücks an. So auch das „Neue Globe Theater“, denn es geht eben nicht nur um die berühmteste aller Fragen: Sein oder Nichtsein, sondern um den Bezug des Theaterstücks zur heutigen Lebensrealität. Das Gastspiel findet als 3. Schauspiel der Saison des städtischen Kulturbüros am Donnerstag, 25. Januar 2018 um 20 Uhr im Stadtsaal statt. Das Kulturbüro bietet zu diesem Stück eine Einführung an: Um 19:15 Uhr werden Mitglieder des Ensembles im Helmbrechtsaal eine Einführung zu dem Stück und der Inszenierung geben.

„Hamlet“ spielen, heißt für das „Neue Globe Theater“ immer, den Klassiker der Theaterliteratur neu zu hinterfragen, um mögliche Antworten zu finden. Was interessiert uns an diesem jungen Mann in seiner Thirty-Something-Crisis? Wo können wir uns andocken? Welchem heutigen Lebensgefühl, welcher Lebensverzweiflung entspringen Hamlets Seelennöte und Selbstzweifel? Was reißt diesen jungen Mann aus seiner Mitte und was hindert ihn daran, sein Gleichgewicht wieder zu finden? Wo beginnt sein Fall, wann verliert er seinen Halt, was hindert ihn an der Tat? Unter welcher Last, welchem Erbe, welchem Erwartungsdruck und Selbstbildnis bricht dieser hoffnungsvolle Zukunftsträger zusammen?

Das Ensemble besteht nur aus Männern: In der Tradition des Elisabethanischen Theaters werden sieben Männer die tragische Geschichte des Dänenprinzen erzählen und dabei sowohl die Tiefen des Dramas ausloten, als auch die komischen Seiten des Spiels im Spiel voll auskosten! Der Schauspieler Sebastian Bischoff hat schon mit Martin Lüttge im Theaterhof Prießenthal mitgearbeitet und ist hier auch aufgetreten. U.a. hatte er in der Regie bei der Helmbrecht-Aufführung auf der Burg mitgearbeitet. Für die Kampfszenen im Hamlet hat man eigens einen Stuntkoordinator engagiert, der mittlerweile bei James-Bond-Produktionen mitgewirkt hat.

Hamlet studiert in Deutschland, in Wittenberg. Sein Vater stirbt, er reist zur Beerdigung nach Helsingör. Claudius, der jüngere Bruder seines Vaters, ist der neue König und heiratet Hamlets Mutter. Hamlet hat eine Erscheinung. Sein Vater fordert ihn, scheinbar aus dem Jenseits heraus, auf, seinen Tod zu rächen: Kein anderer als Claudius, Hamlets Onkel, habe ihn hinterrücks vergiftet. Doch Hamlet überkommen Zweifel. Traut er diesem Traumbild?

Seine Welt gerät aus den Fugen!

Hamlet ist ein Kämpfer und ein Spieler. Im Zweikampf spürt er sich, beweist sich, erfährt sich und seine Gegner, die Partner sind im Sich-Suchen und Sich-Finden. Ein Spiel mit vollem Einsatz, aus dem am Ende blutiger Ernst werden wird. Und ein Spiel im Spiel, um herauszufinden, was ist. Und wer man ist. Denn Hamlet ist auch ein Verliebter. Verliebt in Ophelia? Oder verliebt in Horatio, seinen Freund in Wittenberg, der plötzlich in Helsingör auftaucht?

Mit: Sebastian Bischoff, Saro Emirze, Andreas Erfurth, Thomas Kellner, Dierk Prawdzik, Till Artur Priebe und Urs Stämpfli

Regie und Raum: Kai Frederic Schrickel
Kostüm: Hannah Hamburger
Technik: Kai Dommert
Regieassistenz: Julia Schatz
Kampfchoreografie: Kai Fung Rieck

Achtung: Es wird wieder ein Shuttlebus angeboten. Hinfahrt ab 19 Uhr beginnend beim Alten Bahnhof über verschiedene Haltestellen zum Stadtplatz. Das Stück dauert etwas länge. Geplantes Ende ist 23 Uhr, Abfahrt des Shuttlebusses ca. 23.15 Uhr. Den genauen Fahrplan gibt es auf der städtischen Homepage unter www.burghausen.de. Eine Anmeldung für den Bus ist nicht nötig.


Karten gibt es im Burghauser Bürgerhaus, Tel. 08677/97400, in der Burghauser Touristik, Tel. 08677/887140 und bei allen Inn-Salzach-Ticket-Vorverkaufsstellen, auch als print@home. Beginn ist wie immer 20 Uhr.

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