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Was gibt es Neues in Burghausen?

Miniermottenbekämpfung auf natürliche Art

Das Umweltamt setzt nun auf Blaumeisen als natürliche Fressfeinde

Die Kastanie gehört mit ihrem dichten Dach zum typischen Biergarten, wo sie als Schattenspender beliebt ist. Aber auch zur Blütezeit ist der Kastanienbaum schön anzuschauen, und im Herbst sammeln Kinder die Früchte zum Basteln. Allerdings schadet die Miniermotte seit Jahren den heimischen Kastanien und hinterlässt ein unschönes Bild im Stadtgebiet. So hat sich manch einer im Sommer schon wie im Herbst gefühlt. Die Larven der Kastanienminiermotte fressen sich durch das Blatt, wodurch diese dann schon früh im Jahr braun werden und abfallen. „Dadurch gehen die Rosskastanien zwar nicht ein, aber sie werden stark geschwächt, was zusätzlich zu den ganzen anderen Belastungen das Gedeihen der Bäume enorm einschränken kann.“, erklärt Max Hennersperger, Leiter des Umweltamtes Burghausen.

Bisher wurde mit Laubentsorgung und Pheromonen in der Stadt gearbeitet, sowie vermehrt rot blühende Hybride gepflanzt, da diese widerstandsfähiger gegen die Kastanienminiermotte sind. Zusätzlich setzt nun das Umweltamt der Stadt Burghausen auf natürliche Helfer. Blau- und Kohlmeisen suchen nämlich gezielt die Blätter der Kastanie ab, um so an ihre Nahrung, die Larven, zu kommen. Daher wurden dieses Jahr zusätzlich zu den Pheromonfallen gezielt Nistkästen in den Kastanien aufgehängt. In vielen anderen deutschen Städten wird bereits auf diese Alternative als Zusatzmaßnahme zurückgegriffen. „Es wird hoffentlich nicht lange dauern, bis die Vögel herausfinden, dass die Mottenlarven ein wunderbarer Proteinlieferant für ihre Brut sind.“, sagt Sarah Freudlsperger vom städtischen Umweltamt.

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