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Was gibt es Neues in Burghausen?

Josef Wittmann präsentiert sein neues Buch „Kleinstadt“

Poetische Lesung des Tittmoningers mit Musik von Josef & Bernadette Irgmaier im Jazzkeller

„Hier ist noch lange nicht Süden“, so vieldeutig beginnt der erste und einer der schönsten Texte in Josef Wittmanns neuem Buch, das der Tittmoninger Autor am Mittwoch, den 17. Februar um 20.00 Uhr im Jazzkeller vorstellt. Zurückhaltend unterlegt mit Fotos von Tittmoning wird in zwölf lyrischen Texten der Mikrokosmos Kleinstadt eingefangen. Es sind Schlaglichter, Impressionen, Gehörtes, Gesehenes, Gespürtes, Gedachtes, Empfundenes, aufgereiht in einen Tagesablauf bis in die Nacht hinein. Die Uhrzeiten werden den Gedichten jeweils vorangestellt, beginnend um 6.30 Uhr und endend um 3.00 Uhr in der Nacht. Ungewohnt die Anordnung der Texte in drei Versionen: zuerst der ganze Text, dann eine Kurzfassung und schließlich als verdichtete Drei-oder Vierzeiler.

Es ist kein Heimatbuch alten Stils, keine Idyllensammlung. Es geht um das Leben in einer Kleinstadt von heute, um Beschissene, um die Unmittelbarkeit der Erfahrungen von Feindschaft und Nähe, um leerstehende Häuser, den Verlust an Urbanität, um das Leben, das woanders spielt, um einen Blick in die Zukunft, in der nicht nur Wörter aussterben mit den Dingen, „ein schleichender Tod ohne Mantel und Sense.“

Josef Wittmann wuchs in München auf. Nach Abitur, Wehr- und Ersatzdienst absolvierte er eine Lehre zum Industriekaufmann. Parallel dazu begann seine schriftstellerische und künstlerische Tätigkeit mit Lesungen, Anthologiebeiträgen und Buchillustrationen. Mit dem Verleger Friedl Brehm, dem großen Mentor einer neuen bayerischen Dialektliteratur, arbeitete er bei der Redaktion der Zeitschriften "Schmankerl" und "Edelgammler" zusammen. In den Siebzigerjahren war er Mitorganisator von "KEKK Kabarett & Engagierte Kleinkunst" .Beim "Aufruf zur Phantasie" trat er u.a. mit Biermösl Blosn, Guglhupfa und Fraunhofer Saitnmusi auf. Er ist Mitglied des Internationalen Dialektinstituts, im Verband deutscher Schriftsteller und der "Münchner Turmschreiber". Seit 1977 lebt Josef Wittmann mit seiner Familie in Tittmoning. Sein schriftstellerisches Werk umfasst bisher sieben eigene Gedichtbände von "kuacha & kafä" (1972) bis "kraah Gickerl kraah kraah" (2014), zwei Bände mit Übersetzungen der Lyrik von Walter Bargen (USA) sowie Theaterstücke und Hörspiele.

Josef Irgmaier wurde 1973 in Tittmoning geboren. Während der Schulzeit in Burghausen lernte er seine Liebe zu Komposition und Improvisation kennen und studierte nach Abitur, Zivildienst und einem Jahr Musikwissenschaft Komposition und Musiktheorie an der Universität Mozarteum in Salzburg, später chinesische Musik am Conservatory of Music in Schanghai. Er erhielt Kompositionsaufträge u.a. für „Cantatum MeMor(t)is” (1997), „AE” (1999), „Des Menschen Vermögen” (2003) und „Vorspiel” (2004). Josef Irgmaier ist ferner tätig als Pianist (Neue Musik, Salonmusik, Barmusik, Korrepetition), Kirchenmusiker, Lehrer, Schauspieler und Arrangeur. 2008 gründete er das Ensemble Neulandler. Seit 2011 bildet er mit seiner Frau Bernadette das Duo Tudo Tranquilo. Das Ehepaar wird die Lesung im Jazzkeller musikalisch begleiten.

Karten gibt es im Burghauser Bürgerhaus 08677/97400, in der Burghauser Touristik 08677/887140 und bei allen Inn-Salzach-Ticket-Vorverkaufsstellen auch als Print@Home.

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