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Was gibt es Neues in Burghausen?

Hochschule: Wo ist der beste Standort?

Burghauser Stadtrat startet Wettbewerb – Wohnraum für Studenten wird geschaffen

Der erste Prospekt für die Fachhochschule ist schon gedruckt, zwei wichtige Entscheidungen müssen jetzt getroffen werden: der Standort der Schule und der Bau von Studentenwohnungen. Für die Standortsuche wird es einen Wettbewerb geben. Vier mögliche Optionen hat der Burghauser Stadtrat in Klausur festgelegt. Sie werden nun von Gutachtern auf ihre Qualität überprüft, die Entscheidung fällt erst danach. Geprüft wird auch, Einheiten wie zum Beispiel Labore extern vom Hauptstandort unterzubringen. Am Dienstag wird es dazu ein Gespräch von Landrat Erwin Schneider mit Bürgermeister Hans Steindl geben, in das auch Burgkirchens Bürgermeister Johann Krichenbauer einbezogen wird.

Steindl machte in der Sitzung des Stadtrats-Hauptausschusses am Mittwoch kein Geheimnis daraus, dass er nach wie vor den besten Standort beim Berufsbildungswerk sehe. Andererseits habe die Wacker Chemie AG darum gebeten, sich nicht vorschnell auf diesen Standort festzulegen, sondern auch andere Möglichkeiten zu untersuchen. Das werde nun erfolgen; die Kosten trägt Burghausen.

Der Bau selbst werde auch nicht billig. Das Raumprogramm der FH Rosenheim werde jetzt erarbeitet. "Wir wollen keinen 0815-Baukörper, sondern ein Gebäude, das energie- und klimatechnisch auf dem neuesten Stand ist. Zudem müsse die Hochschule erweiterbar sein. Steindl: "Wir brauchen deshalb auch Ergänzungsflächen und das entsprechende Umfeld."

Zu möglichen weiteren Standorten machte Steindl noch keine Angaben. Alle vier befänden sich aber in Stadteigentum, seien verfügbar und von der Größe ausreichend. Eine Möglichkeit zeichnet sich dadurch ab, dass der städtische Bauhof ins Gewerbegebiet verlagert wird und hier Räume und Platz in Stadtmitte frei werden. Den Vorschlag von Landrat Schneider, auch das Taurus-Gelände miteinzubeziehen, will Steindl aber nicht verfolgen.

Schon im Mai 2016 soll der Unterrichtsbetrieb an der Fachhochschule beginnen. Der Start sei überbrückbar, aber so Steindl: "Bis Mitte 2018 muss das Gebäude stehen." Die Ausschreibung dafür müsse europaweit erfolgen. Für den Start kommt das Gebäude der COC AG in Frage. Das Unternehmen hat ja im Gewerbegebiet Lindach neu gebaut und will laut Steindl auch die in der Stadt verbliebenen Einheiten dorthin verlagern. Umbauten wie eine Fluchttreppe seien erforderlich. Verhandlungen mit der Gebäudeeigentümerin und der COC AG stehen nun an.

Einfacher ist laut Bürgermeister der Bau von Studentenwohnungen zu bewerkstelligen. Bis Januar/Februar sollen diese Überlegungen abgeschlossen sein. Eine Möglichkeit könnte hier zum Beispiel das nicht mehr benötigte Schwesternwohnheim an der Kreisklinik sein. Das Gebäude ist sanierungsbedürftig. Der Landkreis müsste hier laut Einschätzung von Steindl ohnehin etwas machen – auch im Hinblick auf die dahinter liegende neue Schule für Rettungssanitäter und das neu entstandene Wohngebiet der Stadt.

Generell zum Hochschulstandort informierte Steindl: Zehn Professorenstellen plus das Sekretariat sind inzwischen genehmigt. Kostspielig werde auch der Gebäudeunterhalt, der in Zuständigkeit von Kreis und Stadt fällt. Dazu stellte Steindl auch heraus, dass Burghausen in den Jahren von 2016 bis 2018 an den Kreis 95 Millionen Kreisumlage zahlen wird.

Quelle: Burghauser Anzeiger vom 10.10.2015, Foto: PNP

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