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Was gibt es Neues in Burghausen?

Grund zur Hoffnung für Waldrappe

Im Rahmen des "Reason for Hope"-Fests wurden neue Brutnischen beim Pulverturm eröffnet

Nun sind sie auch offiziell eingezogen. Die Waldrappe haben schon ihren neuen Brutplatz an der Wehrmauer beim Pulverturm begutachtet. Bernhard Gönner vom Waldrappteam ist mit dem Verlauf des Umzugs zufrieden. "Sie brüten da oben. Das ist der beste Beweis dafür, dass es ihnen dort gefällt und dass unsere Planung aufgegangen ist." Angesichts der Umsiedlung der Waldrappe von der Laimgrube, einer temporären Brutstation, hin zu den neuen Volieren bei der Wehrmauer der Burg fand am Freitagabend das "Reason for Hope"-Fest am Burghauser Pulverturm seinen Höhepunkt. Veranstaltet wurde das kleine Festival vom Umweltamt und dem Förderverein des Waldrappteams als Projektträger des Europäischen Wiederansiedlungsprojekts LIFE+. Die neue Brutanlage wurde dabei in einem Festakt eingeweiht.

In einer kurzen Festansprache dankte Bürgermeister Hans Steindl allen Mitarbeitern des Projektes und den Arbeitern, die den Bau der Voliere ermöglicht hatten. Die Nutzung der Wehrmauer für die Waldrappe wurde durch die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung genehmigt. Die Finanzierung für das Festival, die Projektkoordination und Umsetzung erfolgte über die Stadt Burghausen in enger Zusammenarbeit mit dem Waldrappteam.

Im Anschluss eröffnete der Bürgermeister dann auch offiziell den neuen Brutplatz. Besonders stolz sei er, mitteilen zu können, dass er schon eine Patenschaft für einen Jungvogel übernommen habe. Der kleine Kerl trägt – das versteht sich von selbst – den Namen "Hans".

Schon nachmittags trafen sich im Helmbrechtsaal führende Waldrappexperten aus Deutschland und Österreich zu einem Symposium, um über die Zukunft der Vögel zu diskutieren. Die Referenten waren Dr. Astrid Rössler vom Land Salzburg, Christian Schuhböck, Generalsekretär der "Alliance for Nature", Prof. Dr. Kurt Kotrschal, Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau und Dr. Johannes Fritz, Projektmanager LIFE+ und "Reason for Hope".

Für Bernhard Gönner ist es wichtig, auf die sechsjährige Dauer des Projektes LIFE+ hinzuweisen. Bis 2019 wolle man es schaffen, 40 Vögel am Burghauser Standort anzusiedeln. "Wir versuchen jedes Jahr im Rahmen unseres Projektes einen neuen Meilenstein zu feiern", sagt Gönner, "dieses Jahr war Burghausen an der Reihe."

Den Abschluss fand das Festival in den warmen Abendstunden am Waffenplatz der Burg. Dort konnte man sich mit regionalen Bioprodukten eindecken und den Sonnenuntergang mit einem Picknick genießen. Für musikalische Unterhaltung sorgte die Gruppe "Trova Libre". Danach konnten die Besucher den Flug der Waldrappe bestaunen. Bei einem Open-Air-Kino wurde die BBC-Produktion "Die fantastische Reise der Vögel" gezeigt.

"Wir haben das Fest bewusst parallel zum Landesturnfest gesetzt, um mehr Aufmerksamkeit für die Vögel und unser Projekt zu bekommen", sagt Bernhard Gönner. Über den Verlauf des "Reason for Hope"-Festes sei man positiv überrascht. Die Resonanz bei der Eröffnung sei mit über 80 Besuchern sehr zufriedenstellend gewesen.

Bei einer "Lockfütterung" können die Vögel jeden Tag zwischen 15.30 und 16.30 Uhr beobachtet werden.

Quelle: Burghauser Anzeiger vom 09.06.2015 von Felix Drexler/Fotos: Drexler

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