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Was gibt es Neues in Burghausen?

FRÄULEIN JULIE

Naturalistisches Trauerspiel von August Strindberg Eine Produktion von EURO-STUDIO Landgraf und Renaissance Theater Berlin 5. Dezember 2021 | 20:00 Uhr | Stadtsaal Burghause

Nach den aktuellen Regelungen können wir „Fräulein Julie“ am Sonntag,5. Dezember um 20.00 Uhr im Stadtsaal zeigen. Es ist ausverkauft, d.h. die coronabedingt nur 125 Plätze im Stadtsaal (statt 500) sind bereits alle vergeben.

Der Stadtsaal ist nach dem Corona Saalplan mit Abstand bestuhlt, d.h. zwischen den Reihen ist 1,5 m Abstand und zum nächsten Besucher sind 2 Plätze frei.

Folgende Regelungen gelten: Geimpft, genesen und zusätzlich getestet (2G plus) - Außerdem muss die Maske dauerhaft getragen werden.

Zulässige Tests: ein schriftlicher oder elektronischer negativer Testnachweis auf Grundlage

  1. eines PCR-Tests, PoC-PCR-Tests in der Apotheke oder eines Tests mittels weiterer Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik, der vor höchstens 48 Stunden durchgeführt wurde,
  2. eines PoC-Antigentests( Apotheke, Vitolus etc.), der vor höchstens 24 Stunden durchgeführt wurde
  3. Für alle, die einen Schnelltest selber gekauft und zu Hause haben: Da der Schnelltest dokumentiert oder beaufsichtigt werden muss, kann der eigene Schnelltest unter Aufsicht im Stadtsaalfoyer am Sonntag, 5.12. vor dem Theater von 18:30 bis 19:30 durchgeführt werden.

Jahre bevor August Strindberg in nur knapp 20 Tagen „Fräulein Julie“ niederschrieb, war er auf einen Zeitungsartikel gestoßen, der sich ihm einprägte. Er handelte von einer skandalösen Affäre einer adligen Dame mit einem Knecht. Spekulationen darüber, welche künstlerischen und persönlichen Motive ihn im Sommer 1888 zur Bearbeitung dieses Stoffes bewegt haben mögen, füllen heute Bibliotheken. Unstrittig ist die fast archetypische Kontrastierung der sozialen Sphären und der Kampf der Geschlechter, die Strindberg hier auf eine seine Zeitgenossen schockierende Weise gestaltet.

Strindberg lässt die beiden Hauptpersonen in der erotisch aufgeladenen Stimmung des Mittsommerfestes aufeinandertreffen. Julie, die Tochter des Gutsbesitzers, hat sich unter das feiernde Landvolk gemischt, da sie ihren Vater nicht zu den Festen auf den Nachbargütern begleiten kann, denn sie hat soeben ihrem Verlobten den Laufpass gegeben und scheut die Fragen ihrer Standesgenossen. Und auch Jean, der Diener ihres Vaters, fühlt sich aufgrund der Abwesenheit seines Herren von seiner angestammten Rolle befreit. Julie ist übermütig und ausgelassen und fordert Jean zum Tanz auf. Sie kommen sich näher, Julie macht Jean Avancen, flirtet und kokettiert, provoziert ihn, wechselt sprunghaft zwischen Schmeicheleien und Herabwürdigungen, lockt ihn und weist ihn im nächsten Augenblick mit beleidigender Geringschätzung in seine Schranken zurück.…

Liebe und Macht, Selbstbehauptung und Unterwerfung, sozialer Status, Rollenerwartungen und deren Überschreitung: Mit kühler Präzision seziert August Strindberg in „Fräulein Julie“ die Komplexität und die Antagonismen der Geschlechterverhältnisse.

Mit der Besetzung von Judith Rosmair als Fräulein Julie und Dominique Horwitz als Diener Jean ist Regisseur Torsten Fischer (3. INTHEGA-Preis 2018 für „Blue Moon“) ein veritabler Coup gelungen.
Beide waren bereits an ersten Theatern engagiert und haben mit den berühmtesten Regisseur*innen zusammengearbeitet. Man darf also auf vielschichtiges Spiel und knisternde Schauspielmomente gespannt sein.

 

Das Stück dauert 80 Minuten ohne Pause.

Für dieses Gastspiel gibt es eine Förderung aus dem Programm „Neustart Kultur“ des Staatsministeriums für Kultur und Medien, Berlin

 

Besetzung

EURO-STUDIO Landgraf / Renaissance-Theater Berlin

Fräulein Julie JUDITH ROSMAIR

Jean DOMINIQUE HORWITZ

Regie TORSTEN FISCHER

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