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Was gibt es Neues in Burghausen?

Ferdinand Kumpfmüller in der Studienkirche

„Kavall“ mit zwei Konzerten in Burghausen: Musik-Installation im Klangraum Kirche

Burghausen, 23.07.2021
Aufmerksame Altstadtbewohner und Besucher haben ihn sicher schon bemerkt: Der junge Mann, der seit Montag den ganzen Tag alleine in der Studienkirche St. Josef ist. Mal macht er Musik, dann liegt er in der Mitte des Raumes auf dem Boden und spürt in den mächtigen Kirchenraum hinein, dann dreht er wieder am Verstärker und verändert die Position der Lautsprecher, die den Gitarrensaiten zugeordnet sind. Sein Name ist Ferdinand Kumpfmüller. Er stammt aus Garching an der Alz und lebt seit einigen Jahren als Musiker und Künstler in Berlin. Mit dem Projekt „Spatial Guitar“ - was übersetzt so viel wie die im Raum aufgelöste Gitarre bedeutet – gastiert Kumpfmüller kommendes Wochenende in der Studienkirche am Stadtplatz. Zwei Konzerte wird es geben: Samstag, 24. Juli um 21 Uhr, Sonntag, 25. Juli um 20.30 Uhr. Einlass jeweils eine halbe Stunde davor. Der Eintritt ist frei, jedoch muss eine Voranmeldung erfolgen unter 08677/4734 oder per Mail hausderfotografie@burghausen.de

Bei der Musikinstallation mit Konzert geht es Ferdinand Kumpfmüller im Wesentlichen um die Musikerfahrung im jeweils individuellen Raum. Daher das Einspüren, das Einlassen, das Abstimmen der der Musik auf den Raum. Er probiert dabei viel aus, „diskutiert“ mit dem Kirchenraum. „Es geht mir nicht allein um den Hörsinn, sondern vielmehr darum, auch die anderen Sinne anzusprechen. Dazu gehört die Korrespondenz mit dem Raum, dem Licht, der Musik, aber natürlich auch mit dem Publikum“, erklärt der Musiker und Künstler.

Mehr als ein Jahr hat er an der Musikinstallation getüftelt, am Ende viele individuelle technische Umsetzungen fertigen lassen. Entstanden ist ein Hexagon aus sechs Lautsprechern, die jeweils für eine Saite der Gitarre stehen und einzelne erklingen. Die Beleuchtung des Innenraums pulsiert im Klang der Musik. Im Zentrum, im Fokus, im Kirchenschiff: das Publikum. Es werden Stühle und Hocker angeboten. „Aber jeder ist eingeladen, Decken und Kissen mitzubringen und sich einfach hinzulegen mitten in die Installation, um mit allen Sinnen, reinzuspüren und natürlich auch hören“, sagt Ferdinand Kumpfmüller. Das Projekt selbst hatte bereits in Berlin Premiere, jetzt zeigt er es in der „alten“ Heimat, wo es im Grunde auch entstanden ist. Denn bereits 2019 verbrachte er einen Sommer in Burghausen und Töging, wo im Atelier mit vielen Leihgaben von Freunden „Spatial Guitar“ entstanden ist. Wichtig ist Ferdinand Kumpfmüller abschließend noch eines: „Es soll niemand Berührungsängste haben. Jeder soll und kann sich einlassen auf dieses Projekt im Klangraum Kirche.“

Die Studienkirche St. Josef wird von Kunsthistorikerin und Leiterin des Hauses der Fotografie Ines Auerbach kuratiert.

Auf die Einhaltung der allgemeingültigen Corona-Regeln (Abstand) wird hingewiesen.

Foto (Stadt Burghausen)

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