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Was gibt es Neues in Burghausen?

Die Kunst, für die Kunst nutzbare Räume sinnvoll zu belegen

Nach dem Weggang von Athanor hat die Stadt ein Überangebot an kulturell nutzbaren Räumlichkeiten – Steindl erläutert seine Ziele

Seit die Theaterakademie zum Jahresende Burghausen verlassen hat, ist Raum für Kultur im Übermaß vorhanden. Der Anzeiger sprach mit Bürgermeister Hans Steindl, welche Pläne die Stadtpolitik verfolgt, um eine sinnvolle Nutzung der leer stehenden Räume zu erreichen.

Da ist einmal die Freundlhalle in Privateigentum. Die Idee, hier Mario Eick und sein Kinder-und Jugendtheater unterzubringen, gefällt Steindl ganz gut. Die Überlegungen gehen derzeit dahin, nicht nur ein Theater hier einzurichten. Die Stadtpolitiker sind hier noch von der Athanor-Zeit unter Esrig geprägt, als die Halle nur relativ wenig genutzt wurde. Damals zahlte der Staat die Miete.

Die Stadt will hier eine breitere Nutzung und bessere Auslastung. Ankerkino-Betreiber Attila Kovacs hat laut Steindl ebenfalls Interesse bekundet, hier ein kleines Kino zu machen. Zudem will der Bürgermeister ausloten, inwieweit die Burghauser Theaterbühnen auf Vereinsbasis hier eine Spielmöglichkeit wollen. Denn die Räume sind ja für Aufführungen geradezu prädestiniert. Das Haus einschließlich sanitärer Anlagen ist ja einst dafür umgebaut worden.

Leer steht auch die riesige Anlage der Akademie auf der Burg, die in der Zeit vor Athanor einmal als Jugendherberge genutzt worden war. Der Bürgermeister hält hier einzig eine weitere kulturelle Nutzung für sinnvoll. Die Lage auf der Burg bedingt, dass Autoverkehr nur in geringem Umfang erfolgen kann. Des Bürgermeisters Wunschvorstellung wäre eine Nutzung ähnlich dem Maximum in Traunreut. Dort hat der international tätige Galerist Heiner Friedrich ein Museum für moderne Kunst eingerichtet. Friedrich, Sohn eines Metallwarenfabrikanten, hat in zuvor industriell genutzten 3000 Quadratmeter großen Hallen ein Museum für moderne Kunst etabliert. Gezeigt werden dort Werke von vier deutschen und vier amerikanischen Künstlern, die prägend für das 20. Jahrhundert waren, darunter Georg Baselitz, John Chamberlain und Andy Warhol.

Für das Akademiegebäude kommt laut Steindl zudem die "Jazz-Akademie" in Frage. Aber mit ihr allein sei keine Auslastung der Gebäude möglich. Die bestehende Aula wiederum wäre auch denkbar für Theateraufführungen, gerade auch für das Theater der Jugend.

Die Stadt verfügt ja darüber hinaus über einen sehr schönen Ausstellungsraum – die Josefskirche. Für dieses in der Altstadtpfarrei nicht mehr benötigte Gotteshaus laufen ja seit Jahren schon Gespräche wegen einer Übernahme durch die Stadt .

Eine Kunstmeile bietet sich zudem auch auf der Burg an. Athanor-Professor David Esrig dürfte eine solche Überlegung freuen, hat er doch zu Gründungszeiten der Akademie schon Überlegungen dieser Art zu Papier gebracht. Liebenweinturm, Fotomuseum und Akademiegebäude lassen Freiraum für künstlerische Überlegungen. Quelle: Burghauser Anzeiger vom 14.04.2015 − rw/Foto: Wetzl

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