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Was gibt es Neues in Burghausen?

Das Herzstück des Güterterminals steht

Gleise werden in den nächsten Wochen fertig – Im Februar soll der erste Zug probeweise be- und entladen werden

Foto:KommExpert

Burghausen. 320 Tonnen ist es schwer, 43,5 Meter breit und 26 Meter hoch – das 3,4 Millionen Euro teure Herzstück des neuen Güterterminals der Terminal Burghausen GmbH an der Bundesstraße 20. Grau, aber imposant ragt der Portalkran, dessen Aufbau rund eine Woche dauerte, an der gegenüberliegenden Seite der Brücke empor. Die größten Teile, die Querstreben, sind als Sondertransport über die Autobahn angeliefert worden. Dafür musste auch kurzfristig die Straße von Marktl aus gesperrt werden. Jetzt fehlt dem grauen Monstrum nur noch sein Greifarm.

Fast genau vor einem Jahr, am 7. November 2012, wurde der Spatenstich für das Güterterminal gesetzt. "Damals lag Schnee", erinnert sich RegioInvest-Geschäftsführer Anton Steinberger. Geht es nach ihm, dürfen sich die weißen Flocken heuer gerne noch etwas Zeit lassen, denn die Schweißarbeiten an den Schienen sollen in den kommenden drei Wochen abgeschlossen werden. Und das geht nur bei Plusgraden.

Alle zwei Minuten einen Container laden
650 Meter ist die Strecke lang, auf der der Portalkran vor und zurück fahren kann, um Container, Tanks oder ganze Sattelaufleger zu verladen. Zwei kurze Gleisstücke sind schon fertig, am Rest wird gearbeitet. Zwei Minuten bräuchte das graue Monstrum laut Steinberger pro Container, das macht ganze 30 Stück pro Stunde. "Für 80 000 pro Jahr ist der Portalkran ausgelegt. Wir starten jedoch mit der Hälfte, bevor im zweiten Jahr die Leistung auf 70 000 Stück aufgestockt werden soll.

"In zwei Reihen können Lkw zwischen Gleis und Abstellspur fahren. Eine Diesellok zieht den Zug ins Terminal, voll automatisch könnte der Kran die Lkw-Ladung mittels einer elektronischen Kennung auf einen Zug verladen. "Parallel könnten vier Züge be- und entladen werden", erklärt Steinberger. Dabei können bis zu fünf Container übereinander gestapelt werden – nicht nur volle, sondern auch leere. "Viele Rohstoffe kommen per Pipeline nach Burghausen, werden hier verarbeitet und die fertigen Produkte müssen dann wieder abtransportiert werden", erklärt Anton Steinberger. Daher könnte auf der vier Hektar großen Grünfläche neben dem Portalkran ein Depot für Leercontainer mit einem weiteren Portalkran entstehen. "Dafür ist dann aber die Betreibergesellschaft verantwortlich, das wird nicht mehr von uns gebaut.

"Was dem Güterterminal noch fehlt, ist das Verwaltungsgebäude. Als Winterbaumaßnahme soll es bis spätestens Mitte April nächsten Jahres fertig sein. Schon zuvor ist jedoch der erste Probebetrieb geplant. "Vielleicht machen wir noch in diesem Jahr einen Probelauf. Der erste Probebetrieb, bei dem auch ein Zug be- und entladen werden wird, soll Ende Februar 2014 stattfinden." Bei Inbetriebnahme geht es im Ein-Schicht-Betrieb los. Das könne ausgebaut werden – je nach Auslastung.

Quelle: Burghauser Anzeiger vom 04.11.2013

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