Veranstaltungssuche
Ticket shop

Aktuelles

Was gibt es Neues in Burghausen?

Beste Noten für den Herzogstädter Gwax

Der Jahrgang 2014 des Wöhrsee-Weins ist trinkfertig und wurde am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist ein guter Tropfen geworden – der Herzogstädter Gwax des neuen Jahrgangs 2014. Die Weinbauern des Siedlervereins präsentierten am Donnerstag den kurz zuvor vom Winzerbetrieb Ruppert in Unterfranken geholten Wein, der aus den Trauben des Burghangs stammt. Seit dem ersten Jahrgang 2006 arbeiten die Weinbauern mit dem Profi zusammen, der für sie den Wein zur Genussreife ausbaut.

"Ich bin begeistert", gestand Curt Pfeifenthaler nach der ersten Probe. Pfeifenthaler ist sozusagen der Burghauser "Oberwinzer". Seit Beginn des Rebenanbaus am Wöhrsee ist er dabei, koordiniert und organisiert die Arbeiten der hier ehrenamtlich Tätigen. Er kennt die Besonderheiten eines jeden Jahrgangs bestens. Dem Jahrgang 2014 bescheinigt er eine gut abgerundete Geschmacksnote, Säuregehalt und Restzucker sind in einem sehr guten Verhältnis. "Der Wein ist sehr harmonisch geworden, weniger rau als der im Vorjahr. Er trinkt sich bestens" bescheinigt ihm Pfeifenthaler.

Der Wein aus den Grauburgunder-Trauben hat einen Alkoholgehalt von 11,5 Prozent. Was die Menge betrifft, so sind es fast 300 Flaschen geworden, mehr als im Jahr davor, trotz Frostschäden im Frühjahr, die den Ertrag schmälerten. Den bisherigen Ertragsrekord brachte der Jahrgang 2012 mit 400 Flaschen. Er könnte mit dem nun zur Blüte übergehenden neuen Jahrgang in Gefahr geraten. Denn Frostschäden hat es heuer nicht gegeben, sie sind auch nicht mehr zu erwarten. Wie immer, übergeben die Weinbauern die Weinflaschen der Stadt. Den Wein gibt es nicht zu kaufen, die Stadt öffnet die wenigen Flaschen nur zu besonderen Anlässen und verteilt sie bei Ehrungen.

Am Ende der Weinprobe im städtischen Gärtnerhof waren sich Weinbauern und ihre Gäste einig: Der Jahrgang 2014 ist sehr gut gelungen.

Bürgermeister Hans Steindl nutzte die Gelegenheit auch, um den Weinbauern für ihr Engagement zu danken. Er lenkte zunächst kurz auf die Patengärtner, die ja im Stadtpark Gärten pflegen und für diese wichtige Tätigkeit neue Helfer suchen, um dann mit Freude feststellen zu können, dass die Weinbauern keine Nachwuchssorgen haben. Es gibt noch einen Unterschied zu den Patengärtnern. Bei der ehrenamtlichen Bepflanzung und Pflege der Beete sind die Frauen in der Überzahl, die Weinbauern sind dagegen eine reine Männerwirtschaft. Pfeifenthaler begründet das mit der Schwere der Arbeit. "Am ansteigenden Hang arbeiten und bis zu 20 Kilo Werkzeug mit sich tragen, das ist körperlich anstrengend."

Weil die Weinprobe im Gärtnerhof war, ging der Bürgermeister auch auf dessen Entstehung und Bau ein und kündigte als Ziel an, auch den städtischen Bauhof an den Stadtrand zu verlagern. Damit würden im Stadtzentrum wertvolle Flächen frei. Zu guter Letzt berichtete der Bürgermeister von einer gerade beendeten Rundtour zur Besichtigung von Einkaufszentren, die ihn bis Frankfurt und auf dicht befahrenen Autobahnen zu der Erkenntnis brachte: "Wir müssen unsere einzigartige Landschaft und Kultur pflegen und dankbar sein, in einem Bereich der Glückseligkeit leben zu dürfen."

Quelle: Burghauser Anzeiger vom 30.05.2015− rw/Fotos: Wetzl

loading
Dummy Loading ...
MENÜ