Veranstaltungssuche
Ticket shop

Aktuelles

Was gibt es Neues in Burghausen?

Beachtliche Kunstwerke aus den vier Partnerstädten

Erstmals gemeinsame Ausstellung von Künstlern aus Fumel, Sulmona, Ptuj und Hohenstein-Ernstthal in der Rathaus-Galerie.
Freuten sich über die Vielfalt der Kunstausstellung der Partnerstädte: (von links) Franco Andrea Casciani als Vertreter der Stadt Sulmona, Bürgermeister Hans Steindl und die beiden Künstler Nunzio di Placido und Luana Marquesi.

Freuten sich über die Vielfalt der Kunstausstellung der Partnerstädte: (von links) Franco Andrea Casciani als Vertreter der Stadt Sulmona, Bürgermeister Hans Steindl und die beiden Künstler Nunzio di Placido und Luana Marquesi.

Darauf kann der Städtepartnerschaftsverein stolz sein: Er hat es geschafft, Künstler aus allen vier Partnerstädten Burghausens mit ihren Werken erstmals in einer gemeinsamen Ausstellung in der Rathaus-Galerie zu vereinen.

Allein die Partnerstadt Sulmona ist mit 20 Künstlern aus dem dortigen Pelignertal vertreten. Bei der Eröffnung der Ausstellung am Freitagabend war mit Nunzio di Placido einer von ihnen sogar vor Ort präsent. Er hatte die Kunstwerke zusammen mit seiner Frau Maria auch nach Burghausen transportiert und den Part der Sulmonesen an der Ausstellung auch maßgeblich organisiert. So gibt es für diesen Teil der Ausstellung sogar einen eigenen Katalog, in dem nicht nur die Werke der 20 Künstler abgebildet sind, sondern auch über ihren künstlerischen Werdegang in italienischer und in deutscher Sprache informiert wird. Die meisten der in der Rathaus-Galerie vertretenen Künstler aus der italienischen Partnerstadt haben demnach die Kunstschule "G. Mazara" in Sulmona absolviert und sich an der Akademie der Bildenden Künste in L’Aquila weitergebildet. Ihre Bilder beschäftigen sich mit Landschaften, Akt-Malerei, Tiermotiven, zumeist abstrakt und kaum gegenständlich.

Ausstellung mitgroßer Vielfalt Neben diesen 20 Künstlern aus Sulmona ist Hohenstein-Ernstthal, mit dem es über Kontaktmann Dr. Klaus Ulm in den zurückliegenden Jahren bereits einen künstlerischen Austausch gegeben hat, mit Werken von zehn dort beheimateten Künstlern vertreten.

Aus dem slowenischen Ptuj konnte Referent Gerhard Hübner ein Dutzend Bilder von vier Künstlern organisieren und sie auch persönlich nach Burghausen schaffen. Ungleich schwieriger war es für Hans Koller als dem zuständigen Referenten, aus der französischen Partnerstadt Fumel Bilder zu beschaffen. Mit Werken des in Portugal gebürtigen Künstlers Manuel Avelino ist zwar kein für Fumel typischer Künstler gefunden worden, aber immerhin sind zehn seiner Werke in der Ausstellung zu sehen.

So unterschiedlich wie die Partner-Regionen Burghausens sind natürlicherweise auch die Bilder und entsprechend bunt daher die Ausstellung. Bürgermeister Hans Steindl wertete das Zustandekommen dieser Gesamtschau als besten Beweis für lebendige Partnerschaften, die dazu angetan sind, "den europäischen Weg weiter zu beschreiten".

Eingehend auf die aktuelle Situation in Europa meinte Steindl, dass es zwar unterschiedliche Vorstellungen über Werte wie Toleranz etc. gebe, aber wenn das Fundament Europa erhalten bleiben solle, müssten auch alle 28 Staaten gemeinsam die Lasten tragen. Dass die Partnerschaften mit Burghausen so gut funktionieren, sei dem Partnerschaftsverein und seinen engagierten Mitgliedern zu danken, so der Bürgermeister. Er dankte allen Referenten und vor allem Bartl Lehrhuber, der den Verein seit dem Tod von Uwe Kersten kommissarisch leitet. "Kunst ist nicht auf die Sprache angewiesen", stellte er weiter fest und wünschte den Gästen und künftigen Besuchern viel Freude beim Betrachten und Interpretieren der ausgestellten Werke.

Mit bunten Sommersträußen bedankte er sich bei den engagierten Damen, für die Herren, allen voran Altbürgermeister Fritz Harrer für dessen Engagement und Repräsentanz bei den Jubiläumsfeierlichkeiten "40 Jahre Fumel" gab es Weinpräsente vom "Burghauser Burghang". In diesen Genuss kam auch Bartl Lehrhuber, dem der Bürgermeister bescheinigte, seine neue Aufgabe als Vorsitzender des Partnerschaftsvereins mit Bravour zu schaffen. Unter großem Beifall dankte Steindl auch Bernhard Furtner und seiner Tochter Marion für die musikalische Gestaltung der Vernissage. Sie brachten mit Gitarre, Harfe und Gesang verschiedene Eigen-Kompositionen Bernhard Furtners zu Gehör.

Abschließend sprach der Vertreter der Stadt Sulmona, Franco Andrea Casciani, ein sehr persönliches und herzliches Grußwort, das "Sulmona-Aktivist" Horst Hauf übersetzte. Casciani ist der derzeitige Präsident des Stadtrats von Sulmona. Er würdigte die zwischen den Städten gewachsene Freundschaft und wies auf das Jubiläum der zehnjährigen Städtepartnerschaft im nächsten Jahr hin. Er würde sich freuen, meinte er schmunzelnd, mit Hans Steindl in 30 Jahren auch noch an diesem Platz stehen zu können und überreichte ihm sowie weiteren Verfechtern der Partnerschaft Spezialitäten aus seiner Heimatstadt.

Öffnungszeiten und noch mehr Informationen finden Sie unter www.burghausen.de/rathausgalerie

Quelle: Burghauser Anzeiger vom 31.08.2015 -Mariele Vogl/Foto: Hübner

loading
Dummy Loading ...
MENÜ