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Was gibt es Neues in Burghausen?

Ab Herbst gibt es einen Waldkindergarten

Aus der Waldspielgruppe "Waldmäuse" entsteht im Waldpark Lindach der Montessori-Waldkindergarten

In Burghausen wird es einen Waldkindergarten geben: Im September starten die "Burghauser Waldmäuse" mit dem Montessori-Verein Unterneukirchen e.V. als Träger. Die Waldmäuse werden am Waldpark Lindach stationiert sein. Der Kindergarten bietet Platz für 20 Kinder von 2 ½ Jahren bis zum Schuleintritt. Die zusätzlichen Plätze gehen auch in die Bedarfsplanung der Stadt ein, was besonders günstig ist, da die Stadt ohnehin mehr Kindergartenplätze braucht. Neben dem Waldkindergarten werden ab Herbst auch zwei neue Gruppen in Raitenhaslach angeboten (s. Kasten).

Die Idee zum Waldkindergarten hatten die Burghauserinnen Sylvia Friede-Wenger und Petra Guba bereits im Frühjahr 2014. Die beiden Erzieherinnen möchten damit eine Alternative zu den bereits bestehenden Kindergärten bieten. Sylvia Friede-Wenger und Petra Guba haben zusätzlich eine Montessoriausbildung und betreuten bereits eine Montessori-Spielgruppe von 2003 bis 2009.

Trägerschaft istin trockenen Tüchern Problematisch erwies sich aber zunächst die Suche nach einem geeigneten Träger. Es scheiterte meist an deren strengen Vorgaben, die nicht zum Konzept des Waldkindergartens passten. Deshalb begannen die Erzieherinnen im Herbst 2014 nur mit einer Waldspielgruppe in Burghausen, die einmal pro Woche angeboten wurde. Die Nachfrage war groß und aktuell findet sie bereits an zwei Nachmittagen statt. Dieses Projekt wird seit Beginn vom Familienreferat der Stadt unterstützt.

Als Montessori-Pädagoginnen waren Friede-Wenger und Guba auch stets im Kontakt mit dem Montessori-Verein Unterneukirchen. Sie sind an den Verein herangetreten, ob dieser die Trägerschaft übernehmen würde und die Bereitschaft dazu war sofort da. "Wir übernehmen die Trägerschaft gerne, da auch wir in jedem Jahr mehr Nachfragen als Plätze haben", bestätigt die Geschäftsführerin Ursula von Hofacker. "Außerdem sehen wir darin die Möglichkeit, auch in Burghausen die Montessoripädagogik fundiert anbieten zu können."

Burghausen war von Anfang an als Standort für den Waldkindergarten der klare Favorit. Das Gelände am Waldpark eigne sich bestens, so die beiden Gründerinnen, wie mit der Waldspielgruppe bereits erprobt wurde. Das Konzept wurde in dieser Woche Bürgermeister Hans Steindl vorgelegt, der es positiv bewertet: "Im Sinne eines pluralistischen Betreuungskonzeptes begrüßen wir es sehr, dass wir nun auch die Montessoripädagogik in Burghausen anbieten können."

In der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses am Mittwoch gab Steindl die Gründung des Waldkindergartens dann bereits offiziell bekannt. Die Anlaufstelle Grillplatz im Waldpark sei geeignet, so Steindl, denn die bereits bestehenden Toiletten könnten von den Kindern genutzt werden. Zudem gebe es auch ausreichend Parkplätze zum Abholen und Bringen der Kinder. Steindl erklärte das Konzept: Bei schönem Wetter sind die Kinder im Wald unterwegs – auf städtischem Grund und auf Grund der Familie Unterpieringer, mit der darüber Gespräche geführt worden sind. Für die "Burghauser Waldmäuse" wird auch eine geräumige und beheizte Hütte gebaut. Sie wird direkt neben dem Grillplatz errichtet werden. Die Kosten dafür übernehmen die Stadt Burghausen und der Montessori-Verein gemeinsam. Die 20 Kinder werden von zwei Erzieherinnen und einer Berufspraktikantin betreut. Täglich gibt es eine ökologische Brotzeit, unterstützt vom Naturkostladen "Quer-Beet". Die Plätze werden vorrangig an Burghauser Kinder vergeben.

Sorge:
Jäger könnte noch querschießen Stadtrat Peter Schacherbauer bat im Hauptausschuss noch darum, mit den Jägern zu sprechen um Ärger zu vermeiden, da deren Jagdrecht berührt werde.

Der erste Infoabend für den neuen Waldkindergarten findet am Mittwoch, 20. Mai, um 19 Uhr am Grillplatz, Waldpark Lindach, Berghamer Str. 1 in Burghausen statt. Dort wird über die Schwerpunkte, Ziele und pädagogischen Grundsätze des Waldkindergartens informiert. Anmeldungen werden bereits angenommen unter 08634/ 984660 und info(at)montessorischule-unterneukirchen.de.

Neben den Waldmäusen gibt es derzeit noch ein ähnliches Projekt: Zwei Heilerziehungspflegerinnen mit Zusatzausbildung Waldpädagogin planen einen integrativen Waldkindergarten. Dieser soll eventuell in Prießenthal in der Gemeinde Mehring entstehen. Bürgermeister Steind sieht dafür aber, wie er im Hauptausschuss sagte, derzeit weniger Chancen, weil Mehring laut Bürgermeister Josef Wengbauer derzeit sogar noch freie Plätze im Kindergarten habe.

Quelle Burghauser Anzeiger vom 08.05.2015 − red/cts/rw

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