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Was gibt es Neues in Burghausen?

24-Stunden-Konzert: Stockhausens Tierkreis in der Studienkirche St. Josef

Zwölf Melodien der Sternzeichen mit Profimusikern im Klangraum Kirche: 17.07. bis 18.07.2021

Die Studienkirche St. Josef wird von 17. Juli um 11.40 Uhr bis 18. Juli um 11.40 Uhr für 24 Stunden zum Klangraum. Helmut Lorenz, Leiter der städt. Musikschule und Vollblut Musiker hat sich gemeinsam mit Komponist und Profimusiker Josef Irgmaier dem außergewöhnlichen Projekt „Tierkreis“ von Karlheinz Stockhausen verschrieben. Sie haben den zwölf Sternzeichen Instrumente nach den Elementen zugeschrieben und ein einzigartiges Konzept erarbeitet, das in einem 24-Stunden-Konzert in Burghausen zu erleben sein wird. Jeweils zwei Stunden für jedes der zwölf Sternzeichen. Ines Auerbach hat das Raum- und Lichtkonzept erarbeitet.

Das Musikerlebnis ist es, das für Musiker und Publikum hier im Zentrum steht. Deswegen ist auch das Publikum in der Mitte des Kreises, den die Musiker in der Kirche bilden. Etwa 30 Besucher dürfen sich dort zeitgleich aufhalten. Zutritt wird immer zur vollen Stunde gewährt. Sitzgelegenheiten sind vorhanden. Es steht aber jedem frei, sich Kissen und Decke mitzunehmen und sich vielleicht auch auf den Boden zu setzen. Eine Platzreservierung ist erforderlich: 08677/4734. Der Eintritt ist frei.

Infos zum Projekt:

Ines Auerbach, Kunsthistorikerin und Kuratorin der Studienkirche, und Helmut Lorenz beschäftigt die Projektidee bereits seit vier Jahren. Und jetzt ist es so weit: Zwölf Melodien der Sternzeichen und Improvisationen werden 24 Stunden erklingen.

Die Ausführenden sind: Julia Ammerer, Violoncello; Ulrich Barth, Saxophon; José Fernando Elias, Vibraphon; Astrid Eppelsheim, Gitarre; Josef Irgmaier, Klavier, Cembalo, Akkordeon; Anno Kesting, Vibraphon; Lauro Lorenz, Violine, Viola; Helmut Lorenz, Violine, Viola; Stephan Osswald, Horn; Anita Unterthiner, Klarinette, Bassklarinette; Philipp Walcher, Flöten; Ines Auerbach, Raumkonzept und Licht. Musikalisches Gesamtkonzept: Helmut Lorenz, Josef Irgmaier.

Ausgehend von den zwölf Melodien des Tierkreises in Originalform und im harmonischen Satz verarbeiten die Musiker das Material improvisierend in vielfältige Klangbilder. Eine tragende Rolle spielt dabei der Raum mit seiner besonderen Form und Aufteilung sowie die Akustik. Alles wird in ein spezielles Licht gehüllt. Stockhausen meint: „Ganz gewiss ist Musik das sublimste Mittel, unsere geistigen Fähigkeiten in einer allgemeingültigen, abstrakten Weise auszubilden; nämlich, Schwingungen wahrzunehmen, um zunehmend wacher, intelligenter, gedankenreicher, polyphoner, gefühlsreicher und feinfühliger zu werden.“ (Karlheinz Stockhausen, Die Kunst zu hören. DuMont Buchverlag Köln 1989, S. 30)

Folgende Instrumente kommen zum Einsatz:

11:10Begrüßung/Einführung
11:40 – 12:00Krebs IVibraphon
12:00 – 14:00LöweHorn, Cembalo
14:00 – 16:00JungfrauKlavier
16.00 – 18:00WaageVioline, Viola, Violoncello
18:00 – 20:00SkorpionVibraphon, Gitarre
20:00 – 22:00SchützeSaxophon + Taste
22:00 – 24:00SteinbockKlarinette
00:00 – 02:00WassermannVioline, Viola, Violoncello
02:00 – 04:00FischeFlöten
04:00 – 06:00WidderKlavier
06:00 – 08:00StierBassklarinette, Klavier
08:00 – 10:00ZwillingeVioline, Viola, Violoncello
10:00 – 11:40Krebs IIGitarren

„Dieses Herzensprojekt, diese einmalige Kooperation aus Musikern und Künstlern über einen ganzen Tag mit Start und Schluss um 11.40 Uhr im Krebs (Wasser) verdient große Aufmerksamkeit. So etwas hat es nicht nur in Burghausen, sondern in weitem Umkreis bisher nicht gegeben. Ich selbst werde mehrmals in Tierkreis und Studienkirche von Karlheinz Stockhausen eintauchen“, sagt Erster Bürgermeister Florian Schneider.

Stockhausen gehörte in den 50er Jahren zum Schülerkreis der Darmstädter Ferienkurse. Bereits wenige Jahre nach dem Krieg trafen sich in Darmstadt Komponisten, um die unterbrochene Entwicklung in der Gegenwartsmusik wieder aufzugreifen und voranzutreiben. René Leibowitz und Hermann Scherchen gehörten zu den Dozenten, neben Stockhausen waren Luigi Nono, Luciano Berio, Pierre Boulez und Bruno Maderna unter den Studenten. Anknüpfend an Schönbergs Zwölftontechnik wurde die Reihenkomposition entwickelt. Hier ergaben sich so komplexe Möglichkeiten, dass man bald meinte, ohne Elektronik nicht weiter zu kommen. Dennoch hat diese Zeit uns einige wunderbare akustische Werke beschert, darunter Stockhausens Tierkreis. -köx/12.07.2021

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