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Raitenhaslach birgt noch viele Schätze

Neben dem Prälatenstock auch Brauerei als Denkmal schutzwürdig

Im Rahmen seines Antrittsbesuches bei der Stadt Burghausen hat sich der neue Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege, Generalkonservator Mathias Pfeil, ein Bild von Raitenhaslach und den vielfältigen Möglichkeiten dieser Anlage gemacht. In Begleitung seines Stellvertreters Dr. Bernd Vollmar, und des für Burghausen zuständigen Oberkonservators Paul Huber, wurde der neue Amtsleiter, der am 1. März 2014 seinen Dienst angetreten hat, von Bürgermeister Hans Steindl in Raitenhaslach begrüßt, nachdem er zuvor von Ortsheimatpfleger Wolfgang Hopfgartner durch die Klosterräume geführt worden war.

Der Münchner Behördenchef zeigte sich überwältigt vom guten Erhaltungszustand der Anlage und betonte, „dass wir als Landesamt nur selten die Gelegenheit haben ein so vollständig erhaltenes Objekt, an dem seit seiner Errichtung nur ganz wenig verändert oder ersetzt wurde, betreuen zu können. Das ist eine gewaltige Herausforderung für alle Beteiligten, aber ich bin mir sicher, dass die Stadt Burghausen und die TU München mit dem gemeinsam entwickelten Nutzungskonzept und der darauf basierenden Revitalisierung der Anlage das bestmögliche unternehmen, um dieses Juwel in seiner Originalität und seinem fast unveränderten Ursprungszustand zu erhalten. Ich beglückwünsche die Stadt Burghausen zu diesem mutigen Schritt und sichere die volle Unterstützung meines Amtes zu. Die bisherige Einbindung unsers zuständigen Mitarbeiters hat sich bereits als sehr vertrauensvoll und fruchtbar erwiesen.“

Bürgermeister Hans Steindl freute sich, mit Mathias Pfeil quasi einen „alten Bekannten „zu begrüßen, mit dem es schon aus seiner Zeit als Waldkraiburger Stadtbaumeister im Rahmen der damaligen kleinen Gartenschau Kontakte gab. Später habe man immer wieder im Rahmen von Maßnahmen auf der Burghauser Burg Berührungspunkte gehabt, da Mathias Pfeil vor seinem Wechsel als Leiter der Bauabteilung der Schlösser- und Seenverwaltung fungiert hatte.

Neben den vielen Bezugspunkten zu der aktuellen Maßnahme im klösterlichen Bereich nutze das Stadtoberhaupt auch die Gelegenheit auf die Bedeutung der weiteren Bauteile in Raitenhaslach hinzuweisen. „Für uns ist es von großer Wichtigkeit – und hier weiß ich mich einig mit Herrn Huber als zuständigen Konservator, dass das Brauereigebäude als solches erhalten bleibt und als Industriedenkmal einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Geschichte der Klosteranlage darstellt. Nach der Sicherung des Dachstuhles im letzten Herbst beginnen wir nun mit der Ertüchtigung der Fenster und Gebäudeöffnung und sanieren den alten Brauereikamin als Wahrzeichen dieser Anlage, die vor gute einhundert Jahren von Freisinger Universitätsprofessor Ganslmüller geplant worden war. Wir werden auf dem Schornstein auch einen Gitterkorb befestigen und hoffen darauf, dass hier bald auch wieder Störche nisten.“

Der Leiter des Landesamtes sprach der Stadt Burghausen seinen höchsten Respekt für diese Einstellung aus und hob auch das finanzielle Engagement hervor, das im Rahmen der vielen Bestandssicherungsmaßnahmen aus Eigenmitteln erbracht wurde. Bürgermeister Hans Steindl dankte für diese Anerkennung und betonte, „dass die Stadt auch in Zukunft in enger Absprache mit der Denkmalpflege und dem künftigen Nutzer alles daran setzen wird, das Juwel Raitenhaslach in seiner Ursprünglichkeit zu erhalten und den Geist des Ortes, der über viele Jahrhunderte geprägt wurde, weiter spürbar zu machen.“

Das Foto zeigt Bürgermeister Hans Steindl im Gespräch mit dem Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege, Generalkonservator Mathias Pfeil und mit Oberkonservator Paul Huber, der die Maßnahme in Raitenhaslach fachlich betreut. (Fotos: Hopfgartner)


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