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Das sind die Burghauser Bauflächen der nächsten Jahre

Herr Erster Bürgermeister Steindl präsentiert Ziele und Vorstellungen – Verdichtung in der Innenstadt mit Schließung von Baulücken

Im Bauausschuss am Dienstag hat Bürgermeister Hans Steindl Flächen in der Stadt vorgestellt, die im Rahmen der innerstädtischen Nachverdichtung in den kommenden zwei Jahren bebaut werden könnten. Ein Teil davon ist bereits in städtischer Hand, für weitere Flächen verhandelt die Stadt wegen eines Erwerbs, so zum Beispiel mit Wacker, ein weiterer Teil ist privat.

In den Bildern stellen wir die vorgestellten Grundstücke kurz vor. Ziel der Stadt ist es, Baulücken zu schließen und ein ausreichendes Angebot von der Wohnung bis hin zum Einzelhausbebauung auch in den kommenden Jahren zur Verfügung zu haben.

Der Bürgermeister leitete die Präsentation mit dem Hinweis auf die derzeit laufenden großen Wohnungsbauten im Stadtgebiet ein. Er begann beim Bauvorhaben Prechtl, erwähnte das große Bauvorhaben der Familie Starflinger mit 32 Wohnungen an der Wackerstraße und die 65 neuen Wohnungen der Familie Aigner am Stadtpark, deren zweiter Teil bis Ende 2015 fertig werde. Hinzu kommen die eigenen Vorhaben der städtischen BuWoG. Was die noch erhaltenen alten Gebäude an der Vollmarstraße betrifft, so werde der Aufsichtsrat der BuwoG eine Entscheidung über Sanierung oder Abriss erst fällen, wenn auch der Schultheiß-Bau fertig ist. Denn erst dann entstehe ein Gesamteindruck des Areals.

In einer Bilderschau zeigten Bürgermeister und Bauamt dann den Räten auf, wo in den kommenden Jahren weitere Bauvorhaben möglich wären. Als Bürgermeister Steindl vielleicht forscher als er selbst wollte eine Umsetzung in den beiden nächsten Jahren ankündigte, bremste 3. Bürgermeister Norbert Stranzinger und sprach sich für Abwarten und Orientieren am tatsächlichen Bedarf aus, weil ja auch nicht zu erwarten sei, dass die Arbeitsplätze mehr werden.

Steindl wies in dem Zusammenhang auf die Bedeutung der BuWoG für den Wohnungsmarkt hin. Sie unterhält 650 Wohnungen. Er erwarte für heuer ein Bilanzminus von 500000 Euro. Die BuWoG sei ja im Gegensatz zu Privatinvestoren nicht auf Gewinne hin orientiert, sondern übernehme auch durch die Bereitstellung günstiger Mietwohnungen eine soziale Aufgabe.

Auf den geplanten Verkauf der Wohnungen in den Grüben beim Bichl eingehend, vertrat der Bürgermeister die Ansicht: "Es gibt zwei Anschauungen. Mehr als die Hälfte der Mieter wollen ihre Wohnung kaufen, die anderen wollen das gerade nicht. Wir haben hier keinen Zeitdruck, werden eventuell eine Kombination machen, um beiden Seiten gerecht zu werden.

Stadtrat Hartmut Strachowsky wollte wissen, inwieweit die neuen Wohnungen einen Zuzug auslösen. Steindl dazu: "Was die BuWoG betrifft, so war es etwa halb-halb, wobei wir von auswärts insbesondere Familien mit Kindern geholt haben." Steindl macht insgesamt schon einen Trend zur Stadt aus, gerade auch bei Frührentnern. Von Zuzugspotenzial sprach auch Stadtrat Norbert Stadler: "Viele wollen zurück nach Burghausen." Was die 1960 gebauten Gebäude in der Vollmarstraße betrifft, so stünden die Zeichen angesichts des Alters und der Ausstattung auf Neubau.

2. Bürgermeisterin Christa Seemann plädierte beim ehemaligen Molkereigrundstück auf der Napoleonshöhe für den Bau einer gemeinsamen Seniorenanlage, damit jeder in den Gemeinschaftsräumen die schönen Blick auf die Burg genießen könne. Das heißt, hier sollte ein Art Wohnstift entstehen mit kleinen Einzelwohnungen und gemeinsam genutzten Einrichtungen.

Quelle: Burghauser Anzeiger vom 10.10.2014


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