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beziehungsweise

11.09.-06.11.2005

Burkhard Kiegeland, Stefan Wagner, Ursula Zeidler

Die Ausstellung „beziehungs-weise“ ist „Paaren“ gewidmet. Die Fotografen Burkhardt Kiegeland, Stefan Wagner und Ursula Zeidler nehmen sich des Themas in sehr unterschiedlicher Weise an.

Die Porträtarbeiten von Burkhardt Kiegeland entstehen mit großformatigen Kameras. Das kleinste Negativformat beträgt 20x25cm, das größte 50x60cm. Abgesehen von dem Eindruck geradezu körperhafter Begreifbarkeit, der auf diese Weise zustande kommt, gewinnen die Porträts dadurch ihre erzählerische Dimension, dass sich die abgebildeten »Beziehungen« ohne jedes Beiwerk so darstellen können, so wie sie sich in diesem Augenblick sehen und zueinander stellen. In dem kurzen Augenblick der Belichtung werden mehrere Ebenen eingefangen: der Moment an sich, die persönliche Geschichte, die jeder in diesen Augenblick hineinträgt und, in Kleidung, Haltung sowie Gestik, das Abbild der Zeit, in der wir leben. (Burkhardt Kiegeland)

Stefan Wagner zeigt tätowierte Paare, die auch über ihren Körperschmuck verbunden sind. Immer schon hatten Tätowierungen eine kulturelle Funktion inne: Sie waren unentbehrliche Mittler zwischen dem Menschen, dem Kosmos und den Gottheiten. Die Akzeptanz, die Tätowierungen in diesen Tagen genießen, spiegelt ein wenig diese Magie wider. Daneben beinhalten die bildlichen Darstellungen stets sinnliche Erfahrungen. Farbe, Form und Formenvielfalt, Komposition und Muster, die Tattoos vereinen, fangen die Aufmerksamkeit der Betrachter ein und erwecken ihre Neugier. Heutzutage sind Tätowierungen für junge Menschen so genannte Mitglieds­zeichen. Male, die eine Möglichkeit bieten, sich gegenüber der Gesellschaft abzugrenzen. Als Merkmale einer Jugendkultur tragen diese durch das Herausstellen des äußeren Erscheinungs­bildes zum Finden der Identität bei. Ebenso sind sie Symbole für Liebesbeziehungen. Paare machen ihre Zusammengehörigkeit endgültig, brennen sich den Partner für immer ein. Verliebte verleihen ihren Gefühlen des „Unter-die-Haut-Gehens“ und ihrer Hoffnung Ausdruck, dass dieser Zustand dauerhaft und unabänderlich ist. Tätowierungen sind demzufolge überaus wichtig für die sozialen Beziehungen, einerseits die einzelnen Personen betreffend, andererseits zwischen zwei oder mehreren Individuen ablaufend. Eine Körperkunst, die provozieren kann, wie dies sonst nur einer Modeerscheinung gelingt. (Irene Kölbl)

Ursula Zeidler stellt hier ein Projekt vor, das sie seit 25 Jahren verfolgt. Sie fotografiert Paare in Deutschland in ihrem Wohnumfeld. Single-Gesellschaft hin, Patchwork-family her – seit Adam und Eva ist das „Paar“ gewissermaßen die Urzelle der Gesellschaft. Ursula Zeidler bemüht sich, möglichst viele Facetten dieser Lebensform zu zeigen. Jung gesellt sich da zu Jung, Alt zu Alt, Alt zu Jung, Mann zu Frau, Deutsch zu Nicht-Deutsch, Mann zu Mann, Frau zu Frau --- und daneben signalisieren Details des Wohnumfeldes, als Niederschlag des gemeinsam gelebten Lebens, das Milieu der Dargestellten. So entsteht, alles in allem, unter der Hand auch so etwas wie ein Querschnitt der deutschen Gesellschaft aus dem privaten Gesichtswinkel: Vom Künstler-Paar bis zum Jung-Unternehmer-Paar, vom Schüler-Pärchen bis zum Paar im Altenheim ist ein breites Spektrum vertreten – und das Projekt wird laufend fortgesetzt. (Ursula Zeidler)

 

Bildnachweis: Burkhard Kiegeland, Stefan Wagner, Ursula Zeidler, "beziehungs-weise"

 

 

 

 

beziehungsweise

Burkhard Kiegeland/ Stefan Wagner/ Usula Zeidler

Ausstellungszeitraum: 11.09.-06.11.2005

Astrid Bechtold

neue fotografische Arbeiten und Projektionen

Ausstellungszeitraum: 14.03.-09.05.2004

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Ausstellungszeitraum: 16.05.-04.07.2004

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Ausstellungszeitraum: 11.07.-05.09.2004

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