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August Sander - Portraits

06.08.-05.11.2006

Eine Auswahl aus dem Kulturwerk "Menschen des 20. Jahrhunderts"

Mit seinem umfangreichen Werk Menschen des 20. Jahrhunderts wurde der Photograph August Sander (1876–1964) zum Vorreiter einer sachlich konzeptuellen Photographie, die ihren Ausgang in den 1920er Jahren nahm und auf bedeutende künstlerische Arbeiten der Gegen­wart von großem Einfluss ist. Im Haus der Fotografie in Burghausen werden nun 70 repräsentative Photographien aus diesem Werk gezeigt, die die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln als Neuabzüge von den originalen Glasnegativplatten des Photographen bereitgestellt hat.

Das bereits von Walter Benjamin und Golo Mann auch wegen seiner historischen und politischen Brisanz hoch geschätzte Œuvre, zeigt die deutsche Gesellschaft der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in all ihrer Vielfalt und Widersprüchlichkeit.

Sander selbst nannte sein Werk ein „Kulturwerk“, für das er ein Konzept, untergliedert in sieben Berufs- und Gesellschaftsgruppen entworfen hatte. Seinen typologischen Portraits stellte der Photograph den Maßstab der „absoluten Naturtreue“ voran, eingelöst in einer klaren Bildsprache, die durch ihren Detailreichtum besticht.

Sanders Spektrum war weit gefasst. Er zeigt den Bauern, den Hand­werker und Industriellen, führt den Wandel des Frauenbildes vor Augen, hält gleichermaßen prominente wie auch weniger bekannte Menschen in seinen Aufnahmen fest, stellt Politiker unterschiedlicher Richtung vor, zeigt Bilder von Bettlern und Artisten, von Kindern, Alten und Kranken – dem Individuum, registriert in seiner gesellschaftlichen Gebundenheit, galt August Sanders ganzer Respekt.

 

Kuratorin: Gabriele Conrath-Scholl

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln

 

Bildnachweis: August Sander, Portraits

 

 

 

 

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