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07.08.-25.11.2004

Günter Derleth - Fotos mit der Camera obscura

 

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Am 24. April jeden Jahres feiert eine außergewöhnliche Kamera ihren weltweiten Ehrentag – den Pinhole Day. Menschen überall auf der Welt sind an diesem besonderen Tag aufge­rufen, eine kleine Auszeit von der zunehmend technisierten Welt, in der wir leben, zu nehmen und einfach eine Aufnahme mit einer Lochkamera zu machen.

Diese Aufmerksamkeit verdankt die Lochkamera – auch Camera obscura oder Pinhole camera genannt, zum Gros ihrer unglaublichen Schlichtheit. Kein Blitz, kein Sucher, keine Linse, kein Auslöser. Lediglich ein lichtdichter Behälter, eine Pappschachtel etwa, vorne eine kleine Öffnung und innen an der Rückwand lichtempfindliches Material, z.B. Film oder Foto­apier, und schon wird die Welt von außen, die als Lichtkegel ins Innere fällt, auf wunderbare Weise eingefangen.

Günter Derleth und 70 weitere Lochkamera-Fotografen zeigen vom 7. 8. bis 25. 9. 2005 im Bürgerhaus Burghausen Bilder, die im vergan­genen Jahr auf dem Gelände der Landes­gartenschau 2004 in Burghausen entstanden sind. Besucher der Landesgartenschau konnten im Haus der Fotografie Dr. Robert-Gerlich-Museum eine Camera obscura im „Pappschachtelformat“ erwerben - selbst auf fotografische Entdeckungsreise in Burghausen gehen und Eindrücke sammeln.

Vielfältige fotografische Impressionen aus Burghausen zeigen nun Günter Derleth und weitere 70 FotografInnen im Bürgerhaus Burghausen – direkt am ehemaligen Gelände der Landesgartenschau 2004.

GÜNTER DERLETH, der passionierte Camera obscura-Fotograf; versteht es wie kein anderer, seine Begeisterung für die Lochkamerafotografie weiter zu geben. Ganze 2000 kleine, schwarze Lochkameras aus Pappe hat der Künstler in den vergangenen Jahren verteilt – über 600 belichtete Aufnahmen aus aller Welt kamen zu ihm zurück. Auch viele Burghauser und ihre Gäste beteiligten sich an diesem Projekt und an die  90 Lochkameraarbeiten sind ab 7. August 2005 im Bürgerhaus zu sehen.

Alle am Pappschachtelprojekt in Burghausen beteiligten Fotografen wurden angeschrieben und viele der begeisterten Anhänger von Günter Derleth sind zur Eröffnung anwesend.

CAMERA OBSCURA, auf deutsch „dunkle Kammer“ oder Lochkamera, ist die einfachste Form einer Kamera. Statt eines Objektivs gibt es nur ein kleines Loch als Aufnahmeöffnung. Auf der gegenüberliegenden Fläche des Loches entsteht so eine seitenverkehrte, kopf­stehende Darstellung des Aufnahmeobjektes. Die Tiefenschärfe der Camera obscura ist nahezu unbegrenzt, Bedingt durch die oft langen Belichtungszeiten werden bewegte Gegenstände nicht erfasst oder erscheinen durchsichtig. Da auch Sucher und Belichtungs­messer fehlen, sind Überraschungen das Einzige, was vorprogrammiert ist.

 

Die ersten Versuche mit dieser Technik im 15. Jahrhundert fallen mit der Entdeckung der Perspektive zusammen. Weite Verbreitung fand die so genannte “Zeichenkamera“ im 18. Jahrhundert, die von Künstlern als Malhilfe eingesetzt wurde. Als die Fotografie rund 100 Jahre später entdeckt wurde, verlor die Lochkamera an Bedeutung. Heute wird sie von Künstlern und Fotografen ihrer besonderen Bildsprache wegen wieder entdeckt. 

 

 

 

 

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