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Bis ins Tal der Tränen

Melancholischer Ausklang der „Dowland-Night“ auf der Burghauser Burg

 

 

Das Ensemble mit (v.l.) Christof Hohnen, Christiane (oben auf der Galerie)

Ja, so könnte es gewesen sein, damals im ausgehenden Mittelalter hinter den dicken Tuffsteinmauern der Burghauser Burg. Saitenspieler erfreuen die Zuhörer mit ihrer nie gehörten, reinen Instrumentalmusik. Liebeslieder umschmeicheln das wohl gebildete Publikum.Die Räume des Stadtmuseums , illuminiert mit Kerzenlicht und farbigen Lichtkegeln, boten auch Anfang des 21. Jahrhunderts eine romantische Kulisse. Einen ganzen Abend widmete das „Neue Ensemble für Alte Musik“ dem Engländer John Dowland (1563−1626). Das Konzept dieses Konzerts, das Jakob David Rattinger ausgearbeitet hat, spielte mit überraschenden Elementen auf drei verschiedenen Ebenen und setzte ausdrucksstarke Akzente in der Lebensleistung einer Künstlerpersönlichkeit.

Elf Musikerinnen und Musiker, Sängerinnen und Sänger aus der Region in und um Burghausen gehören zum festen Stamm des Ensembles , das sich in seiner „Dowland- Night“ am Samstag auf einen der Stars einer revolutionären Epoche konzentrierte: An John Dowland kommt keiner vorbei, der musikalisch das Erbe der Renaissance pflegt. Und schon die ersten Töne, reizvoll aus dem Off Bis ins Tal der Tränen ins Stadtmuseum geschickt, verdeutlichten auch, warum. Diese Melodien, die Sigrid Weigl (Alt), Isabella Kohl (Sopran), Christof Hohnen (Tenor) und Alexander Billner (Bass) a cappella vortrugen , faszinieren auch 400 Jahre nach der Entstehung mit ihrem Purismus , noch dazu, wenn sie so gekonnt aufscheinen.Worte voll Leidenschaft bestimmten den zweiten Teil des Konzerts, bei dem Christiane Rattinger mit ihrem Sopran den Gegenpol zu den beiden Männerstimmen bildete und Astrid Eppelsheim die Theorbe und Renaissancelaute ganz wunderbar spielte. Diskant-, Alt- und Bassgamben setzten im Consort den Schlusspunkt: Christiane und Jakob Rattinger , Ulrich Giese, Heidi Kammhuber und Jeanick Weinzierl fluteten mit ihrer Interpretation der „Lacrimae“, der Tränen, die Burg zu Burghausen mit Melancholie und belohnten mit einem herrlichen Ausklang der „Dowland- Night“.

Quelle: Burghauser Anzeiger vom 05.10.2015 - Michaela Resch/-Foto: Resch

 

 


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