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Jugendbegegnung mit Tel Aviv

Zwei Länder, 27 Jugendliche, acht Tage, eine Jugendbegegnung. Zwischen 13. und 20. August organisierte das Jugendbüro der Stadt Burghausen nach Jahren des Austausches mit Nord-Irland zum ersten Mal eine Jugendbegegnung mit einem Partner aus Israel. Aus Tel Aviv kamen 10 Jugendliche mit drei Betreuer_innen, um hier mit deutschen Jungen und Mädchen mit ihren Betreuer_innen Tage voller Programm und Spaß zu verbringen.

Die von ConAct, dem Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch, aus Sondermitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes geförderte Jugendbegegnung stand unter dem Motto „Open Your Mind!“ und hatte das Ziel, anhand eines gemeinsamen Videoprojektes die 14-19jährigen Jugendlichen zur Beschäftigung mit den jeweils anderen als Teil einer eigenen/anderen Kultur, aber auch als eigenständige Personen, anzuregen, um so Vielfalt als Bereicherung menschlichen Lebens erfahren zu können, damit Vorurteile abgebaut, Sympathie trotz bestehender Unterschiede erzeugt, Demokratieverständnis, aber auch Begeisterung für die Gestaltung der eigenen Umwelt geweckt wird.

Neben gruppendynamischen Aktivitäten wie Kennenlern- und Warm Up-Spieleinheiten standen folglich auch ein gemeinsamer Tag am Königssee mit einer selbst für die israelischen Großstadtjugendlichen machbaren Wanderung und ein Max Giesinger-Konzertbesuch beim Kultursommer in Raitenhaslach auf dem Programm. Im Rahmen der Beschäftigung mit der gemeinsamen Geschichte fand eine Gedenkfeier am KZ-Friedhof unterhalb des Pulverturms statt, an die sich ein Workshop zu Vergangenheit und Zukunft anschloss. Beides unterstrich die Notwendigkeit, sich der Vergangenheit zu stellen und machte deutlich, wie präsent die Shoah für die jüdischen Teilnehmer_innen auch im Jahr 2017 ist. Die Schnitzeljagd in Kleingruppen durch Burghausen, die die deutschen Teilnehmer_innen mit ihren israelischen Partner_innen durchführten, führte die Gruppen nicht nur auch auf die österreichische Seite, sondern verdeutlichte den Besucher_innen auch die Schönheit der Stadt. „Ihr lebt in einer Postkarte“, stellte Zohar Zidon entsprechend fest. Reflektionsrunden und Feedbackeinheiten am Ende eines jeden Tages gehörten ebenso dazu wie die gemeinsame Zelebrierung des Kiddusch zur Einleitung des Schabbat am Freitag-Abend sowie das gemeinsame Kochen und Vorbereitung des Abschlussfestes.

Parallel zu den einzelnen Aktivitäten wurden diese nicht nur mit der Kamera begleitet, sondern wurden auch ein gemeinsames Lied sowie zwei kleine Theaterstücke eingespielt. So kam Meier Helmbrecht zu den Israelis und König Salomo nach Burghausen. Die entstandenen Aufnahmen werden nun zu einem kleinen Film verarbeitet. Am Samstagabend fand dann noch das Abschlussfest aller Beteiligten mit den Eltern statt und am Sonntagmorgen wurde sich lang und schmerzreich verabschiedet. Der Plan, junge Menschen einander über Grenzen hinweg näher zu bringen, ist eindeutig aufgegangen. Sowohl die deutschen Teilnehmer_innen als auch die israelischen möchten unbedingt, dass der Jugendaustausch zwischen dem Jugendbüro Burghausen und dem Ramat-Israel Community Center in Tel Aviv weiterläuft.

Für nächstes Jahr ist nun der Gegenbesuch in Tel Aviv in Vorbereitung.

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