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JuleiCa

JuleiCa ist die Abkürzung für JugendleiterInnen-Card und das ist ein Ausweis für Jugendleiterinnen und Jugendleiter. Dieser wurde von den obersten Landesjugendbehörden ins Leben gerufen und dient nicht nur zum Nachweis der Ausbildung und Qualifikation, sondern auch zur Legitimation gegenüber Behörden, staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen und Erziehungsberechtigten. Außerdem erhalten JugendleiterInnen bei vielen Einrichtungen und Geschäften Vergünstigungen wie zum Beispiel Rabatte oder freien Eintritt. Das Beste jedoch ist, dass die JuleiCa nicht nur für eine Stadt oder einen Landkreis, sondern bundesweit gilt, das heißt egal wo die JuleiCa ausgestellt wurde, sie gilt in ganz Deutschland.

In Burghausen können JuleiCa-InhaberInnen beispielsweise folgende Vergünstigungen in Anspruch nehmen:

  • Freien Eintritt in alle städtischen Bäder
  • Freien Eintritt zu allen Veranstaltungen des Freizeitheimes
  • Freien Eintritt in die städtischen Museen
  • Ermäßigter Eintritt bei Veranstaltungen des Kulturamtes
  • Ermäßigter Eintritt bei Veranstaltungen der Kleinkunstkooperative
  • Ermäßigung im Quadroscope Burghausen

Doch gerade weil die JuleiCa ein amtlicher Ausweis ist und so viele Möglichkeiten eröffnet, muss man auch einiges leisten um sie zu erhalten. Zunächst einmal muss man eine Ausbildung von mindestens 40 Stunden durchlaufen, die von pädagogisch geschulten Personen oder sehr erfahrenen Jugendleitern geleitet wird und mindestens folgende Inhalte vermittelt:

  • Gruppenpädagogik
  • Gruppen- und Teamleitung
  • Entwicklungspsychologie
  • Einsatz von Medien in der Gruppenarbeit
  • Spielepädagogik 
  • Gesprächsführung
  • Juristische Vorschriften in der Jugendarbeit
  • Projektmanagement und Programmgestaltung
  • Geschlechtsspezifische Arbeit und Prävention sexueller Gewalt
  • Struktur der Jugendarbeit
  • Erste Hilfe

Die JuleiCa gilt daher als höchstes Qualitätsmerkmal für JugendleiterInnen, denn dadurch können sich auch andere Verbände oder Träger der Jugendhilfe sicher sein, dass sie eine qualifizierte und fähige Person vor sich haben. Darüber hinaus zeigt die JuleiCa auch, dass der Inhaber oder die Inhaberin die entsprechenden Softskills wie Team-, Konflikt-, Gesprächs- und Kritikfähigkeit beherrscht.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung muss man außerdem noch aktiv in der Jugendarbeit mitarbeiten, denn die JuleiCa dient auch als Nachweis des aktuellen, ehrenamtlichen Engagements. Daher ist die JuleiCa zunächst maximal drei Jahre lang gültig (kann aber verlängert werden) und muss zurück gegeben werden, wenn man nicht mehr in der Jugendarbeit arbeitet. Daher stellt die Jugendpflege Burghausen ihren Absolventen auch noch ein Zertifikat aus, in dem die Ausbildungsinhalte bescheinigt werden, damit die JugendleiterInnen auch nach einer Pause wieder eine JuleiCa beantragen können.

Die Jugendpflege Burghausen geht noch einen Schritt weiter und möchte, dass ihre JugendleiterInnen zeigen, dass sie das, was sie in der Theorie gelernt haben, auch in der Praxis anwenden können, bevor ihnen das „Qualitätssiegel“ gegeben wird. Daher absolvieren die JuleiCa-AnwärterInnen der Jugendpflege Burghausen eine Abschlussprüfung, quasi ein „Gesellenstück“. Dabei müssen sie selbstständig eine komplette Jugendveranstaltung managen: Von der ersten Idee, über das Kozept, die Materialbeschaffung und Finanzierung bis zur eigentlichen Durchführung und schließlich der Nachbereitung. Sie werden dabei beobachtet und im Anschluss beurteilt. Nach dem erfolgreichen Bestehen dieser „Prüfung“ erhalten die JugendleiterInnen dann ihre JuleiCa. So stellt die Jugendpflege Burghausen sicher, dass sie das Prädikat „JuleiCa“ zurecht vergibt und auch die JugendleiterInnen gewinnen an Sicherheit und Erfahrung, da sie sich selbst sicher sein können, dass sie ihr Wissen in der Praxis anwenden können. Ein Beispiel für ein solches „Gesellenstück“ ist beispielsweise der „scoolband contest“ vom 16. Januar 2009.

Die Jugendpflege Burghausen arbeitet im Moment daran, die oben erwähnten JuleiCa-Standards für alle JugendleiterInnen in Burghausen, also auch die der verbandlichen Jugendarbeit, einzuführen beziehungsweise die Ausbildungsstandards anzugleichen. In diesem Jahr fand daher bei der JugendleiterInnenausbildung eine, äußerst erfolgreiche, Kooperation der Jugendpflege Burghausen mit der evangelischen Jugend Burghausen statt, von der beide Seiten sehr positiv profitierten.

Außerdem ist die Jugendpflege Burghausen gerade dabei, die JuleiCa in Burghausen weiter bekannt zu machen, sodass JugendleiterInnen in Zukunft hoffentlich keine Probleme mehr mit der Anerkennung der JuleiCa haben werden. Im Zuge dieser Aktion versuchen wir auch neue Kooperationspartner und Vergünstigungen an Land zu ziehen.

Solltest du an einer Mitarbeit in der Jugendarbeit und an einer JugendleiterInnenausbildung interessiert sein, so melde dich doch einfach bei uns.

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