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Das Mühldorfer Hart- zu unbedeutend zum Erinnern?

 

 

Das Mühldorfer Hart – Zu unbedeutend zum Erinnern?

Insgesamt waren am Bau des nie vollendeten Bunkers im Mühldorfer Hart bis Kriegsende etwa 8.300 KZ-Häftlinge eingesetzt, von denen etwa 4.000 Häftlinge verstarben.

Eine Gruppe von Menschen setzt sich in der Region schon seit vielen Jahren dafür ein, im Mühldorfer Hart eine würdige Gedenkstätte zu errichten.

Als ein entsprechender Antrag an die Bundesregierung im Jahr 2013 abgelehnt wurde, mit der Begründung, dass es Zweifel an der „nationalen Bedeutung“ dieses Ortes gibt, wegen der „verhältnismäßig geringen Opferzahlen“ wurde die Gruppe der Jugendlichen aufmerksam auf diese Geschichte.

Wie viel ist Erinnerung wert? Wie viele Tote rechtfertigen eine Gedenkstätte? Kann man Leid überhaupt in Zahlen fassen? Dies sind nur ein Paar der Fragen, die das Jugendteam beschäftigten und sie schließlich dazu bewegte, einen Film zu diesem Thema zu drehen.

Das Ergebnis ist ein rund 26-minütiger Dokumentarfilm über die Geschichte der ehemaligen Bunkerbaustelle im Mühldorfer Hart und die aktuelle Situation.

 

Wer sich selbst ein Bild von der Dokumentation machen möchte, kann sich beim Jugendbüro melden. Dort gibt es die Möglichkeit Exemplare des Films gegen eine Spende zu erhalten.


Jugendbüro siegt beim Jugendfilmfestival Oberbayern 2015

Alle zwei Jahre findet das bayernweite JuFinale, ein Kooperationsprojekt von Bayerischem Jugendring (BJR) und JFF (Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, München) statt. Mitmachen können alle Filmemacher und Filmemacherinnen bis zum Alter von 26 Jahren, die in Oberbayern wohnen und deren Filme nicht unter kommerziellen Bedingungen entstanden sind. Eingereicht werden können alle Genres: Spiel-, Dokumentar-und Experimentalfilme. Bevor sich ganz Bayern beim großen JuFinale trifft - und während der zwei Jahre, die zwischen zwei Festivals liegen - geht es für die junge Filmszene in Bayern darum, bei den Bezirksfestivals ihre Filme einzureichen und sich durch einen Sieg für das bayernweite JuFinale zu qualifizieren.

Mit ihrem Film „Das Mühldorfer Hart – zu unbedeutend zum Erinnern!?“, der Geschichte und Gegenwart des von der nationalsozialistischen Regierung zu Rüstungszwecken auserkorenen Mühldorfer Harts beleuchtet und der Frage nachgeht, was passiert, wenn man sich der Erinnerung verweigert, gewann die Filmgruppe des Jugendbüros Burghausen in der Klasse 17-21 Jahre den ersten Preis. http://www.jufinale.de/oberbayern/rueckblick/2015/preistraeger.html

 

Seit seiner Entstehung wurde der Film bei zahlreichen Gelegenheiten in den Landkreisen Altötting und Mühldorf gezeigt. Sogar bis in Fraktionen des Bayerischen Landtags und nach Berlin gelangte die Dokumentation.

Nun konnte sich der Jugendbüro-Film durch den Sieg auf Bezirksebene in einem Teilnehmerfeld von 37 Filmen für das bayernweite Finale 2016 qualifizieren.

Wer Interesse an der Dokumentation des Jugendbüros hat, kann sich im Jugendbüro, Marktlerstr. 56a, unter Tel. 08677/878927 oder per E-Mail hannes.schwankner(at)burghausen.de melden.

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