TOP Ö 3.1: Vollzug der Baugesetze, Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 12 b, Teiländerung des Bebauungsplanes Nr. 12 a "Am Steindlgut", für den Bereich der Flurstücke Nr. 1036/9, 1036/11, 1036/12 sowie 1033/3, Gemarkung Burghausen, im vereinfachten Verfahren gemäß § 13 BauGB - erneute Billigung des Bebauungsplanentwurfes

Beschluss: ungeändert beschlossen

Abstimmung: Ja: 21, Nein: 2

Es wird folgender Beschluss gefasst:

 

Begründung

zum Bebauungsplan Nr. 12 b, Teiländerung des Bebauungsplanes Nr. 12 a, “Am Steindlgut“ für den Bereich der Flurstücke Nr. 1036/9, 1036/11, 1036/12 sowie 1033/3, Gemarkung Burghausen

 

Vorbemerkungen:

Mit dem Bebauungsplan Nr. 12 b wird der rechtskräftige Bebauungsplan Nr. 12 a, “Am Steindlgut“

im südlichen Bereich geändert. Da die wesentlichen Grundzüge des Bebauungsplanes Nr. 12 a beibehalten werden, erfolgt die Aufstellung im vereinfachten Verfahren gemäß § 13 BauGB.

 

Erfordernis der Planung:

Mit der Änderung des Bebauungsplanes Nr. 12 a, Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 12 b werden die Bauräume der Privatgrundstücke an der südlichen Erschließungsstraße, “Am Steindlgut“ neu ausgerichtet und die planungsrechtlichen Voraussetzungen auch für eine zeit- und bedarfsgerechtere Bebauung geschaffen.

 


Einordnung in übergeordnete und vorangegangene Planungen:

Im rechtsgültigen Flächennutzungsplan der Stadt Burghausen mit integriertem Landschaftsplan ist der künftige Geltungsbereich als Wohnbaufläche (W) dargestellt.

Der Bebauungsplan Nr. 12 b umfasst den südlichen Geltungsbereich des rechtskräftigen Bebauungsplanes Nr. 12 a, der dort bereits ein allgemeines Wohngebiet (WA) festsetzt.

 

PLANUNGSKONZEPT

 

Erschließung:

Die im rechtskräftigen Bebauungsplan Nr. 12 a geplante Erschließungsstraße wird im Wesentlichen beibehalten. Der ursprünglich den zukünftigen privaten Baugrundstücken hangseitig vorgelagerte Erschließungsstreifen ist nach Abstimmung mit dem Eigentümer des angrenzenden Hangwaldgrundstücks nicht mehr erforderlich. Auf das an den Wendehammer der Erschließung angrenzende Überleitungsrecht für Oberflächenwasser kann verzichtet werden.

 

Baugrundgutachten

Auf Grund der Beschaffenheit und Lagerungsdichte der Böden nahe der Hangkante wird auf das Bodengutachten des Ingenieurbüros Jung vom 09.09.1992, das im Nahbereich der Hangkante auf Grund eines erhöhten Risikos durch Hangrutschungen oder Setzungen von einer Bebauung innerhalb eines Abstandes von ca. 25,00 m von der Hangkante dringend abriet. Dies wurde bereits bei der Festsetzung von Bauräumen berücksichtigt.

 

Städtebauliches Konzept und Bebauungskonzept:

Das im Geltungsbereich des rechtskräftigen Bebauungsplanes festgesetzte allgemeine Wohngebiet (WA) gem. § 4 BauNVO entlang der bisher festgesetzten Erschließung wird beibehalten. Die nach dem seinerzeitigen Wunsch des Grundstückseigentümers bzw. seines Architekten auf die Krümmung der Erschließungsstraße ausgerichtete Gebäudestellung erwies sich bisher jedoch für Bauinteressenten als Bebauungshemmnis und ist auch in Hinblick auf eine optimierte Solarenergienutzung nachteilig. Gebäudestellungen, Firstrichtungen sowie die damit verbundene Orientierung der Gebäude werden einschließlich der zugeordneten Garagen orthogonal ausgerichtet. Gebäudehöhe und Dachneigung der an den Altbestand angrenzenden Flurstücke Nr. 1036/11 und 1036/12 wird mit E + DA und 45° Dachneigung sowie der Festsetzung einer Wandhöhe von 4,20 m über der festgesetzten Fertigfußbodenhöhe annähernd beibehalten. Im Bereich der Flurstücke Nr. 1036/9 und 1033/3 werden mit E + I geneigte Dächer mit Dachneigungen bis zu 28°, festgesetzt. Auf die Festsetzung einer bestimmten Dachform wird verzichtet. Damit sind auch sämtliche flacher geneigten Dachformen wie Pultdach, Walmdach oder Satteldach mit untereinander versetzten Dachflächen zulässig, die nicht zu einer Überschreitung der als Obergrenze festgesetzten, absoluten Gebäudehöhe von 8,15 m bzw. einem weiteren, nutzbaren Dachgeschoss führen. Die Höhenentwicklung wird demzufolge durch die Festsetzung einer Wandhöhe von maximal 6,00 m über Fertigfußbodenhöhe sowie einer Firsthöhe bzw.  absoluten Gebäudehöhe von 8.15 m als Obergrenze festgelegt.

 

Umweltprüfung:

Im Rahmen der vereinfachten Änderung des Bebauungsplanes Nr. 12 a wird gemäß § 13 Abs. 3 BauGB von der Durchführung der Umweltprüfung abgesehen.

 

 

Der Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 12 b, Teiländerung des Bebauungsplanes Nr. 12 a “Am Steindlgut“ im Vereinfachten Änderungsverfahren gemäß § 13 BauGB ohne Umweltbericht wird in der geänderten Fassung vom 23.07.2008 nebst der abgeänderten Begründung erneut gebilligt.

Die Verwaltung wird beauftragt das Bebauungsplan-Aufstellungsverfahren mit der erneuten, öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanentwurfes fortzuführen.